23 March 2026, 18:01

Oktoberfest 2024: Rekordbesuch trotz Bombendrohung und Familientragödie

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit festlicher Dekoration im Hintergrund.

Oktoberfest-Bilanz: 6,5 Millionen Besucher und ebenso viel Bier in Litern - Oktoberfest 2024: Rekordbesuch trotz Bombendrohung und Familientragödie

Oktoberfest 2024 verzeichnet 6,5 Millionen Besucher – und ebenso viele Liter Bier

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In diesem Jahr lockte das Oktoberfest 6,5 Millionen Gäste an – und damit genau die Menge an Bier, die in Litern ausgeschenkt wurde. Doch die Feierlichkeiten wurden jäh unterbrochen, als eine Bombendrohung zu einer siebenstündigen Schließung zwang. Auslöser des Großeinsatzes war ein Familienstreit, in den ein 57-jähriger Mann verwickelt war.

Der besucherstärkste Tag war der 3. Oktober, obwohl die Zelte wegen Überfüllung für eine Stunde vorübergehend schließen mussten. Die Festbesucher tranken rund 6,5 Millionen Liter Bier – etwas weniger als im Vorjahr, als es sieben Millionen gewesen waren. Beim Essen gab es dagegen einen Aufschwung: Größere Festzelte verzeichneten einen Umsatzanstieg von sechs Prozent, kleinere immerhin noch von vier Prozent.

Etwa 21 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, vor allem aus den USA, Italien und Großbritannien. Bis zum Ende des Festes wurden 4.500 Fundsachen registriert – ein Anstieg um zehn Prozent im Vergleich zu 2023. Die Sicherheitskräfte griffen zudem bei 116.000 versuchten Bierkrug-Diebstählen ein.

Die Bombendrohung ging von dem 57-Jährigen aus, der einen Drohbrief verschickt hatte. Später stellte sich heraus, dass er seinen 90-jährigen Vater getötet und seine Mutter sowie seine Tochter verletzt hatte, bevor er sich selbst das Leben nahm.

Nach der Räumung konnte das Oktoberfest ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt werden. Die Veranstalter bilanzierten trotz der Sicherheitsvorfälle steigende Essensumsätze und eine stabile Besucherzahl. Herausforderungen blieben vor allem der Umgang mit Fundsachen und die Diebstahlprävention.

Quelle