Papst Leo XIV. revolutioniert päpstliche Mode – zwischen Tradition und Apple Watch
Finn KleinPapst Leo XIV. revolutioniert päpstliche Mode – zwischen Tradition und Apple Watch
Papst Leo XIV. hat in seinem ersten Jahr als Pontifex nicht nur durch seine Führung, sondern auch durch seinen auffälligen Modegeschmack von sich reden gemacht. Die Fashion-Welt nahm ihn besonders im Dezember 2025 wahr, als Vogue ihn unter die 55 bestgekleideten Persönlichkeiten des Jahres aufnahm. Sein Stil verbindet jahrhundertealte päpstliche Tradition mit dezenten modernen Akzenten – und hebt ihn damit deutlich von seinen Vorgängern ab.
Die Garderobe des Papstes markiert einen klaren Bruch mit dem legendär bescheidenen Auftreten von Papst Franziskus. Während dieser oft schlichte, unprätentiöse Gewänder trug, setzt Leo XIV. auf ein gepflegteres Erscheinungsbild, ohne die Tradition zu verraten. Seine Kleidung stammt von Filippo Sorcinelli, einem offen schwulen italienischen Modeschöpfer, der bereits Franziskus und Benedikt XVI. einkleidete. Sorcinelli, der zwischen seinem Glauben und seiner Identität keinen Widerspruch sieht, prägt einen Look, der zugleich zeitlos und modern wirkt.
Leos Stil vereint Benedikt XVI.s formvolle Eleganz mit Franziskus' Zurückhaltung. Er bevorzugt klassische päpstliche Schneiderkunst, fügt aber diskrete moderne Details hinzu – etwa eine Apple Watch. Jedes Stück muss jedoch den strengen liturgischen Vorschriften des Vatikan entsprechen, die vom Amt für die Liturgischen Feiern des Papstes überwacht werden. Ziel sei es, so Insider, nicht, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Autorität auszustrahlen und die Botschaft der Kirche zu unterstreichen.
Vogue lobte den Papst dafür, die päpstliche Mode neu definiert zu haben – indem er Tradition ehrt und gleichzeitig frisch interpretiert. Seine Entscheidungen wecken weltweit Neugier und verwandeln selbst routinemäßige Auftritte in modische Highlights. Dass Vogue ihn zu den bestgekleideten Persönlichkeiten zählt, zeigt, wie sehr sein Stil mittlerweile zu seinem öffentlichen Image gehört. Durch die Verbindung von Alt und Neu präsentiert er die Kirche als ehrfürchtig und zugleich zeitgemäß. Der ausgewogene Mix aus Tradition und Moderne macht seinen Look unverwechselbar – und doch stets respektvoll gegenüber seinem Amt.






