15 May 2026, 22:01

Regensburg revolutioniert E-Auto-Laden mit cleverem Batteriespeicher-System

Elektrofahrzeug-Ladestationen an einer Wand in einer Tiefgarage montiert, mit Informationsschildern darunter.

Regensburg revolutioniert E-Auto-Laden mit cleverem Batteriespeicher-System

Ein neues Microgrid-Projekt in Regensburg beweist, dass schnelles Laden von Elektrofahrzeugen nicht immer kostspielige Netzerweiterungen erfordert. Die Energielösung GmbH hat am Hauptsitz von Bayernwerk ein batteriegestütztes System installiert, das Hochleistungsladen bei minimalem Netzbedarf ermöglicht. Die Lösung könnte jährlich tausende Euro an Energiekosten und Infrastrukturinvestitionen einsparen.

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Im Mittelpunkt des Projekts steht eine öffentliche Schnellladestation mit drei Systemen: zwei Standard-Hyperladesäulen (150 kW und 50 kW) sowie eine ADS-TEC Energy ChargePost. Trotz einer Ladeleistung von bis zu 300 kW kommt die ChargePost mit einem Netzanschluss von nur 22 bis 87 kW aus – dank eines 201-kWh-Batteriespeichers. Die gesamte Anlage läuft mit lediglich 125 kW Netzleistung, deutlich weniger als die kombinierte Leistung der Ladesäulen.

Das System trennt die Ladeleistung von der Netzkapazität, sodass es mehr Energie bereitstellen kann, als der Anschluss allein zulassen würde. Zudem verteilt es die Nachfrage auf mehrere Ladepunkte, sodass mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden können, ohne das Netz zu überlasten. Durch die Begrenzung von Lastspitzen und den Strombezug zu optimalen Zeiten sinken die Betriebskosten um mehrere tausend Euro pro Jahr.

Eine Masterarbeit an der Technischen Hochschule Ingolstadt untersuchte die Leistung des Projekts. Die Studie bestätigte, dass die Technologie teure Netzausbauten reduzieren oder sogar überflüssig machen kann. Die ChargePost lässt sich in bestehende Energie- und Gebäudemanagementsysteme integrieren und bietet Betreibern eine zentrale Steuerungsmöglichkeit.

Das Regensburg-Projekt zeigt, wie batteriegestütztes Laden auch bei begrenzter Netzkapazität funktionieren kann. Betreiber könnten so kostspielige Aufrüstungen vermeiden und dennoch schnelles Laden für mehrere Fahrzeuge anbieten. Mit potenziellen Einsparungen bei Energie und Infrastruktur könnte dieses Modell eine praktikable Lösung für den Ausbau von Ladeinfrastrukturen sein.

Quelle