Solingen setzt Dalmatiner als lebende Feuerwehr-Alarmgeber ein
Die Feuerwehr Solingen startet ein ungewöhnliches Pilotprojekt, um die Notfallwarnungen zu verbessern. Unter dem Namen "Firedogs-Alarmteam" sollen Dalmatiner künftig bei Einsätzen neben den Feuerwehrfahrzeugen herlaufen. Ihr lautes Gebell soll zusätzliche Aufmerksamkeit erregen, wenn Sirene allein nicht ausreichen.
Die Idee greift eine jahrhundertealte Tradition auf. Dalmatiner begleiten Feuerwehrleute bereits seit dem 18. und 19. Jahrhundert – ursprünglich, um Pferde zu beruhigen, Wege freizumachen und Ausrüstung zu bewachen. Nun werden die natürlichen Instinkte und das markante Erscheinungsbild der Hunde für moderne Notfälle nutzbar gemacht.
Das "Firedogs"-Projekt dient als zusätzliches Warnsystem: Falls Feuerwehren nicht gehört werden oder ausfallen, soll das Gebell der Hunde eine akustische Verstärkung bieten. Ihre Eignung wird in realen Einsätzen getestet, um die Wirksamkeit zu bewerten.
Die Reaktion der Bürger reicht von Neugier bis Begeisterung. Viele sehen in der Initiative eine gelungene Verbindung von Tradition und Fortschritt, die ein Stück lebendige Geschichte auf Solingens Straßen zurückbringt.
In der Pilotphase wird geprüft, wie gut die Hunde in Notfällen abschneiden. Bei Erfolg könnte das Projekt eine zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Sirenen bieten. Vorerst werden die "Firedogs" jedenfalls zu einem markanten – und lauten – Bestandteil der Solinger Brandbekämpfung.






