15 April 2026, 02:01

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Förderung und Bundesrentenfonds

Alter deutscher Regierungskurs mit rotem Stempel, Text und Zahlen auf altem Papier.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Förderung und Bundesrentenfonds

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Investitionen in Start-ups zu fördern und das Modell schrittweise in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Bei Umsetzung würde es privaten Anlegern zudem über neue Fondsoptionen den Zugang zu wachstumsstarken Unternehmen erleichtern.

Der Plan sieht die Schaffung eines "Bundesrentenfonds" vor, der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren soll, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Anfangs würde dieser Fonds als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorge dienen. Langfristig soll er jedoch dazu beitragen, die gesetzliche Rente mitzufinanzieren.

Zudem soll die vom Staat unterstützte WIN-Initiative – ein Investitionsprogramm – von derzeit 12 Milliarden Euro auf 25 Milliarden Euro bis 2030 ausgebaut werden. Regulatorische Anpassungen würden die Vorgaben lockern und Versicherungen sowie Pensionsfonds mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups geben.

Die Initiative passt zur übergeordneten Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die auch Steuererleichterungen für Forschung und Entwicklung in jungen Unternehmen vorsieht. Der Zeitpunkt folgt auf die jüngste Bundestagszustimmung zu Reformen der privaten Altersvorsorge; die SPD arbeitet derzeit an einem umfassenderen Reformpaket.

Sollte das gestufte Rentensystem umgesetzt werden, entstünden neue Finanzierungswege für Start-ups, während private Anleger besseren Zugang zu Wachstumschancen erhielten. Die erweiterte WIN-Initiative und die regulatorischen Änderungen würden Investitionen in aufstrebende Unternehmen zusätzlich stärken. Der Vorschlag wird nun im Rahmen der SPD-Reformpläne weiter beraten.

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