Spritpreise explodieren: Iran-Krieg treibt Kosten auf Rekordniveau
Spritpreise in Deutschland auf höchstem Stand seit 2022
Nach dem Ausbruch des Krieges im Iran Ende Februar 2026 sind die Spritpreise in Deutschland auf das höchste Niveau seit 2022 gestiegen. Der Konflikt hat die globale Ölversorgung gestört und den Preis für Brent-Rohöl innerhalb weniger Tage um etwa 12 Prozent in die Höhe getrieben. Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, warnt vor langfristigen wirtschaftlichen Folgen, sollte sich die Lage nicht bessern.
Der starke Anstieg der Spritkosten ist eine direkte Folge der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran – eine entscheidende Route für rund ein Fünftel des weltweiten Rohöls. Schon kurz nach Kriegsbeginn mussten deutsche Autofahrer Preise zahlen, wie sie zuletzt zu Beginn des Ukraine-Kriegs zu beobachten waren. Bilger betont, dass die hohen Kosten so lange bestehen bleiben werden, wie die Instabilität im Iran anhält.
Die von der Regierung eingesetzte Taskforce für Spritpreise kommt nun erneut zusammen, um weitere Maßnahmen zu prüfen. Zur Diskussion stehen unter anderem schärfere Kontrollen für Tankstellen sowie eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale. Bilger fordert zudem umfassendere Wirtschaftsreformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Belastung für Unternehmen zu verringern.
Er räumt ein, dass das Wirtschaftswachstum leiden werde, wenn die Energiepreise auf hohem Niveau verharren. Je länger sich der Krieg im Iran hinzieht, desto größer könnten die Schäden für die deutsche Wirtschaft ausfallen. Zwar hofft Bilger auf ein Ende des Mullah-Regimes, doch kurzefristige Veränderungen seien nicht in Sicht.
Die aktuelle Krise zwingt die Politik, neue Schritte zu erwägen, um die steigenden Kosten abzufedern. Da die Ölpreise eng mit der Dauer des Konflikts verknüpft sind, könnten in den kommenden Monaten weitere Maßnahmen notwendig werden. Die nächsten Schritte der Regierung hängen davon ab, wie sich die Lage im Iran entwickelt.






