Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024
Finn KleinDrosselt der Spritpreis Besuche von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen vor. Mehrere Standorte öffnen Ende März und Anfang April wieder ihre Tore und bieten von Festivals bis hin zu verbesserten Besucherservices ein breites Programm. Doch die steigenden Spritpreise und das begrenzte öffentliche Verkehrsangebot könnten die Besucherzahlen in diesem Jahr beeinträchtigen.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, Thüringens größtes Museum dieser Art, empfängt ab dem 28. März wieder Gäste. Ein neues Besucherzentrum entsteht derzeit und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Um die Anreise zu erleichtern, wird zu Ostern ein Wochenend-Busshuttle ab Erfurt eingerichtet.
Beliebte Veranstaltungen kehren zurück, darunter der Handwerkertag und das Museumsfest am 12. April, der Schäfertag am 1. August sowie ein erweiterter Thüringer Käsemarkt am 6. September. Das Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen öffnet ebenfalls zu Ostern mit einer Eiersuche für Kinder am 5. April und einem Café am Folgetag. Spätere Highlights sind eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit (16.–17. Mai) und das Funkenburg-Fest (15.–16. August).
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt nehmen am 1. April mit Verbesserungen wie einem restaurierten Eingangstor und einer neuen Kaffeemaschine den Betrieb wieder auf. Geplant sind das Burgenland-Weinfest (12.–13. Juni), ein Open-Air-Kino (17. Juni–17. Juli), Sommertheater (18. Juli–16. August) und die Konzertreihe Rudolstädter Sommer (20. Juni–20. September). Im Henneberg-Museum Kloster Veßra erwarten die Besucher neue Ausstellungen und umgestaltete Stallungen für Bildungsprogramme, wobei Musik in dieser Saison eine zentrale Rolle spielt.
Trotz des vielfältigen Angebots sorgen sich die Museumsbetreiber, dass die hohen Spritkosten Besucher abschrecken könnten. Viele Standorte sind ohne Auto nur schwer erreichbar, auch wenn der neue Wochenendbus das Problem abmildern soll. Ermäßigte Eintrittspreise für Studierende, Familien oder Gruppen werden kaum beworben – nur das Freilichtmuseum Opfermoor Vogtei bestätigt vergünstigte Tarife für Kinder und Gruppen bei Vor-Ort-Kauf.
Die kommende Saison bringt eine Mischung aus neuen Einrichtungen, Festivals und besseren Verkehrsanbindungen. Doch die Sorge um die Kraftstoffkosten und begrenzte Rabattangebote könnten die Besucherzahlen in den nächsten Monaten prägen. Die Museen hoffen, dass das erweiterte Programm trotz der Herausforderungen viele Gäste anlockt.






