Überraschungssieg in Penzberg: Neuer Bürgermeister setzt Amtsinhaber klar ab
Finn KleinÜberraschungssieg in Penzberg: Neuer Bürgermeister setzt Amtsinhaber klar ab
Thomas Kopf hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Penzberg mit klarer Mehrheit gewonnen. Der 47-jährige Polizist holte 57,9 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Amtsinhaber Stefan Korpan durch. Sein Sieg kam für viele überraschend – auch in den Reihen seines Kontrahenten.
Zu Beginn des Wahlkampfs hatte Kopf im ersten Wahlgang noch weit zurückgelegen. Mit nur 21,4 Prozent der Stimmen lag er deutlich hinter Korpan, der damals 37,1 Prozent erreichte. Dass er in der Stichwahl ein solch starkes Comeback schaffen würde, hatten nur wenige erwartet.
Sein Endergebnis übertraf sogar die Prognosen seiner eigenen Partei. Unter dem Motto "Penzberg Gemeinsam" (PM) hatte sein Team mit einem knappen Rennen gerechnet – stattdessen gewann er souverän und ließ Korpan bei 42,1 Prozent.
Die Wahlbeteiligung in der Stichwahl lag bei 57,4 Prozent und damit niedriger als von manchen erwartet. Korpan gab zu, dass ihn sowohl das Ausmaß seiner Niederlage als auch die gesunkene Beteiligung überrascht hätten. Bis zu Kopfs Amtseinführung im kommenden Mai bleibt er kommissarisch im Amt.
Nun steht Korpan vor einer Entscheidung über seine politische Zukunft. Er muss abwägen, ob er sein Mandat im Stadtrat annimmt – eine Frage, die er mit seiner Partei, der CSU, beraten wird. Kopf hingegen hat bereits die Wähler angesprochen und versprochen, ein Bürgermeister für alle zu sein – auch für die, die nicht für ihn gestimmt haben.
Im Mai wird Kopf sein Amt antreten und Korpan nach einem Wahlkampf ablösen, der alle Erwartungen widerlegte. Während der neue Bürgermeister nun daran arbeitet, die Stadt zusammenzuführen, überlegt Korpan, wie es für ihn weitergeht. Die Wahl markiert einen deutlichen Wechsel in der kommunalen Führung Penzbergs.






