17 March 2026, 06:01

Venezolanerin in Deutschland festgenommen: Illegale Einreise und offener Haftbefehl

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem umzäunten Gebäude mit Bäumen und Fahnen.

Venezolanerin in Deutschland festgenommen: Illegale Einreise und offener Haftbefehl

Am 13. März 2026 wurde eine 30-jährige Venezolanerin bei dem Versuch festgenommen, illegal aus Tschechien nach Deutschland einzureisen. Die Bundespolizei kontrollierte sie am Grenzübergang Waidhaus und stellte fest, dass sie keine gültigen Reisedokumente für den Schengen-Raum besaß.

In ihrem Pass fand sich ein Stempel des Stuttgarter Ausländeramts, der sie aufforderte, die Schengenzone bis zum 19. Mai 2025 zu verlassen. Zudem hatte sie bereits in Spanien Asyl beantragt, was durch ein Dokument auf ihrem Handy sowie eine Abfrage im europäischen Informationssystem bestätigt wurde. Dennoch verfügte sie weder über eine Erlaubnis zur Einreise noch zum Aufenthalt in Deutschland.

Gegen die Frau lag zudem ein Haftbefehl aus Stuttgart wegen einer unbeglichenen Geldstrafe in Höhe von 134,50 Euro vor, die auf eine frühere Verurteilung wegen illegalen Aufenthalts zurückging. Da sie der Ausreisepflicht nicht nachgekommen war und keine gültigen Papiere vorweisen konnte, wurde sie unter dem Verdacht des versuchten unerlaubten Grenzübertritts festgenommen.

Ein Richter am Amtsgericht Weiden ordnete ihre Inhaftierung an, um das Dublin-Verfahren abzusichern, das klären soll, welches EU-Land für ihren Asylantrag zuständig ist. Die Bundespolizei erwirkte einen Haftbefehl bis Ende April. Noch am Tag ihrer Festnahme wurde sie in die Abschiebehaftanstalt nach Hof verlegt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) koordiniert nun ihre Überstellung nach Spanien.

Die Frau bleibt bis zu ihrer geplanten Rückführung nach Spanien im Rahmen des Dublin-Verfahrens in Hof in Haft. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass sie selbst Vorkehrungen für die Überstellung getroffen oder Schritte unternommen hat, um ihren rechtlichen Status in Deutschland zu klären.

Quelle