Vonovias Aktie stürzt auf Rekordtief – doch die Wärmewende läuft weiter
Mila MüllerVonovias Aktie stürzt auf Rekordtief – doch die Wärmewende läuft weiter
Vonovias Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Tief
Die Aktie von Vonovia ist auf ein neues 52-Wochen-Tief von rund 21 Euro gefallen. Innerhalb der letzten 30 Tage hat der Kurs des Immobilienkonzerns etwa 25 Prozent verloren und notiert nun unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Trotz des Marktabschwungs treibt das Unternehmen seine Projekte für grüne Energie und kosteneffiziente Modernisierungen weiter voran.
Erst kürzlich startete Vonovia in Nürnberg ein Pilotprojekt mit einem sogenannten "Wärmepumpen-Cube" – einem dezentralen System, das klimafreundliche Wärmeversorgung ermöglichen soll. Die Anlage versorgt 59 Wohneinheiten und kommt ohne Erdgas aus. Pro Einheit investiert das Unternehmen rund 15.000 Euro in die Technologie, mit dem Ziel, fossile Brennstoffe in seinem Bestand schrittweise abzuschaffen.
Für das Jahr 2025 meldete der Konzern einen Anstieg des bereinigten EBITDA um 6,0 Prozent auf etwa 2,8 Milliarden Euro. Die Auslastungsquote bleibt mit 97,9 Prozent hoch, das organische Mietwachstum liegt bei 4,1 Prozent. Die langfristige Strategie von Vorstandschef Luka Mucic setzt auf serienmäßige Sanierungen und dezentrale Energielösungen, um bis 2028 weiteres Wachstum zu generieren.
Auch über Nürnberg hinaus laufen ähnliche Modernisierungsvorhaben. In Gelsenkirchen wird im Rahmen des Forschungsprojekts "Future-iQ" die Siedlung Eichkampsiedlung mit einem vergleichbaren System ausgestattet – der Start ist für den 27. März 2026 geplant. Aktionäre blicken nun gespannt auf die anstehende Hauptversammlung, bei der es um die Dividendenpolitik und die Finanzierungspläne des Unternehmens gehen wird.
Der nächste wichtige Termin für Vonovia ist die Hauptversammlung, auf der Investoren Klarheit über die finanzielle Ausrichtung erwarten. Das Nürnberger Pilotprojekt markiert den Auftakt für einen flächendeckenden Umstieg auf fossilefreie Wärmeversorgung im gesamten Portfolio. Mit weiteren Projekten in Planung bleibt das Unternehmen zwischen Kostendruck und Nachhaltigkeitszielen abgewogen.






