VW setzt auf günstige E-Autos – doch Verbrenner bleiben im Fokus
Volkswagen Konzern passt Pläne für Elektroautos an – bleibt aber bei Verbrennern
Nach schwächeren als erwarteten Absatzzahlen hat die Volkswagen Gruppe ihre Strategie für Elektrofahrzeuge überarbeitet. Der Konzern treibt zwar weiterhin die Entwicklung bezahlbarer E-Autos voran, wird aber auch in Fahrzeuge mit Benzinmotor investieren. Teil der Neuausrichtung sind mehr Plug-in-Hybride und Kooperationen in China.
Bis 2026 soll eine neue Baureihe von Elektroautos auf den Markt kommen, die unter 25.000 Euro kosten wird. Dazu gehört die Serienversion des Kompaktwagen-Konzepts Volkswagen ID.2all. Ein weiteres Modell, der Kleinstwagen ID.1, soll ab etwa 2027 folgen – mit Preisen unter 20.000 Euro.
Trotz des E-Auto-Schubs wird VW weiterhin rund ein Drittel seines Forschungsbudgets in Verbrennermotoren stecken. Zudem wird das Angebot an Plug-in-Hybridmodellen ausgebaut, um der Marktnachfrage gerecht zu werden. Parallel dazu startet 2024 die eigene Batterieproduktion unter dem Dach der konzerninternen Sparte PowerCo.
In China arbeiten Audi und Volkswagen mit lokalen Herstellern zusammen, um exklusive E-Modelle zu entwickeln. Der Schritt folgt dem Vorbild von Toyota, dessen Hybridstrategie jüngst zu Rekordverkäufen und -gewinnen beim japanischen Konzern führte.
Mit der aktualisierten Strategie balanciert die VW Gruppe den Ausbau der E-Mobilität und die weitere Investition in Verbrenner aus. Die neuen, preisgünstigen E-Autos sollen kaufkraftschwächere Kundschaft ansprechen, während Hybridlösungen und China-Partnerschaften die Reichweite des Konzerns vergrößern. Die Eigenproduktion von Batterien wird den Wandel hin zur Elektrifizierung zusätzlich beschleunigen.






