04 April 2026, 10:02

Wahlfälschungsvorwürfe in Rheinland-Pfalz: Warum die AfD unter 20 Prozent fiel

Eine Zeichnung eines Mannes in Anzug und Krawatte, der ein Schild hält, auf dem steht "The Voter's Nightmare" und einen entschlossenen Gesichtsausdruck hat.

Wahlfälschungsvorwürfe in Rheinland-Pfalz: Warum die AfD unter 20 Prozent fiel

Vorwürfe der Wahlfälschung bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz – nach Rückgang der AfD unter 20 Prozent

Nach dem Absinken des prognostizierten Stimmenanteils der Alternative für Deutschland (AfD) unter 20 Prozent bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sind Vorwürfe der Wahlmanipulation laut geworden. Ein Nutzer auf Facebook stellte die Ergebnisse infrage und verwies auf den sinkenden Prozentsatz der Partei, während die Briefwahlstimmen ausgezählt wurden. Wahlbeamte berichten jedoch von keinen Unregelmäßigkeiten im Ablauf.

Erste Hochrechnungen der Sender ARD und ZDF hatten die AfD zunächst bei 20 Prozent gesehen. Im Laufe des Abends und mit fortschreitender Auszählung passte sich dieser Wert auf 19,5 Prozent an. Ähnliche Verschiebungen gab es auch bei SPD und Grünen – ein typisches Phänomen bei Wahlprognosen, die sich im Laufe der Auszählung dynamisch anpassen.

Briefwahlstimmen, die oft später gezählt werden, spielten dabei eine Rolle. AfD-Anhänger stimmen statistisch seltener per Brief ab als Wähler anderer Parteien, weshalb ihr Anteil in den frühen Ergebnissen der Urnenwahl tendenziell höher ausfällt. Die spätere Berücksichtigung der Briefwahl – die oft anders ausfällt – kann den endgültigen Prozentsatz der Partei dann mindern.

Die Landeswahlleitung bestätigte, dass es keine Hinweise auf Fälschungen oder Verfahrensfehler gebe. Experten weisen zudem darauf hin, dass Hochrechnungen Schätzungen sind, keine Endergebnisse, und sich mit fortschreitender Auszählung natürlich präzisieren. Historische Daten zeigen, dass Umfragefehler von 1–3 Prozentpunkten üblich sind; die Forschungsgruppe Wahlen verzeichnete bei Bundestagswahlen im Schnitt eine Abweichung von 1,16 Punkten. Vergleichsdaten auf Landesebene für Rheinland-Pfalz liegen jedoch nicht vor.

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Der Rückgang der AfD in den Prognosen entspricht den üblichen Anpassungen am Wahlabend – und nicht einer Manipulation. Die Muster der Briefwahl und der schrittweise Auszählungsprozess erklären die Verschiebung. Die Behörden betonten erneut, dass die Wahl ohne Zwischenfälle verlief und das Endergebnis alle gültigen Stimmen widerspiegeln wird.

Quelle