22 March 2026, 16:01

Warum Beckenbauer überraschend auf die UEFA-Präsidentschaft verzichtete

Ein Fußballspieler in Uniform rennt mit dem Ball, während er von Gegnern in Sportkleidung und Helmen verfolgt wird.

Warum Beckenbauer überraschend auf die UEFA-Präsidentschaft verzichtete

Franz Beckenbauer galt weithin als Favorit für das Amt des UEFA-Präsidenten. Seine Erfahrung in der Fußballpolitik und die starke Unterstützung machten ihn zum idealen Kandidaten. Doch 2016 zog er seine Bewerbung überraschend zurück.

Jahre lang hatte Beckenbauer nach seiner aktiven Karriere den europäischen Fußball geprägt. Von 1998 bis 2004 stand er als Präsident an der Spitze des DFB, später fungierte er bis 2016 als UEFA-Vizepräsident. Sein Einfluss reichte weit über Deutschland hinaus: Als Trainer führte er die Nationalmannschaft 1990 zum WM-Titel und spielte eine Schlüsselrolle beim FC Bayern München.

Trotz seines politischen Geschicks und der Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu vereinen, verzichtete er auf eine Kandidatur für die UEFA-Präsidentschaft. Die Entscheidung fiel in eine Phase, in der Ermittlungen wegen Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit WM-Bewerbungen liefen. Auch andere Namen wie Michel Platini waren im Rennen um die Spitzenposition.

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Sein Manager, Marcus Höfl, war überzeugt, dass Beckenbauer der richtige Mann für das Amt sei. Doch die Fußballlegende entschied sich für die Familie statt für die Anforderungen einer Führungsrolle im europäischen Fußball. Selbst auf dem Höhepunkt seines Einflusses ging er seinen eigenen Weg – etwa durch eine konsequente Ablehnung der digitalen Welt: Er nutzte nicht einmal E-Mails.

Mit Beckenbauers Verzicht auf die UEFA-Präsidentschaft endete eine Ära in der Fußballführung. Seine Entscheidung, das Privatleben über Macht zu stellen, hinterließ eine Lücke in der europäischen Fußballspitze. Die Position ging schließlich an einen anderen, was die Ausrichtung der Organisation nachhaltig veränderte.

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