Wie das EEG 2000 Deutschlands Solarenergie revolutionierte und eine Branche prägte
Finn KleinWie das EEG 2000 Deutschlands Solarenergie revolutionierte und eine Branche prägte
Deutschlands Solarenergie-Branche verdankt ihren Aufschwung maßgeblich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), einem Gesetz, das die gesamte Branche neu prägte. Vor über zwei Jahrzehnten verabschiedet, verwandelte es Solarkraft von einer Nischenidee in einen bedeutenden Markt. Einer der frühen Pioniere, Gerhard Weiße, installierte bereits Jahre vor Inkrafttreten des Gesetzes Anlagen.
Weiße begann sich 1979 über sein Unternehmen Solar-Partner Süd mit Solartechnik zu beschäftigen. Sein erstes großes Photovoltaik-Projekt realisierte er 1996, als er auf dem Horizont-Biohof in Trostberg eine 1,1-Kilowatt-Anlage errichtete – die bis heute voll funktionsfähig ist.
Vor dem EEG bezog Weiße Komponenten von Lieferanten wie Isofoton, Kyocera, Solarworld, SMA und Kaco. Sein Geschäft lief zwar stabil, blieb aber überschaubar. Alles änderte sich, als der Bundestag das EEG am 25. Februar 2000 verabschiedete.
Das Gesetz trat offiziell am 1. April 2000 in Kraft. Es garantierte feste Vergütungen für in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom – und löste damit eine Nachfragewelle aus. Weißes Unternehmen wuchs rasant und profitierte vom Boom der Neuanlagen. Doch das EEG förderte nicht nur sein Geschäft: Es löste einen landesweiten Photovoltaik-Boom aus und stärkte den globalen Solarmarkt. Im Laufe der Zeit wurde das Gesetz mehrfach aktualisiert, um neuen Herausforderungen und Technologien gerecht zu werden.
Das EEG machte Deutschland zum Vorreiter der Solarenergie – mit nachhaltigen Auswirkungen auf lokale Betriebe und die weltweite Produktion. Gerhard Weißes frühe Arbeit war wegweisend, doch erst das Gesetz ermöglichte das großflächige Wachstum. Noch heute basiert die Solarinfrastruktur des Landes auf den Grundlagen, die die Gesetzgebung von 2000 schuf.






