Wie ein ehemaliger DDR-Grenzaufseher die Rhöner Geschichte auf Wanderwegen lebendig macht
Mila MüllerWie ein ehemaliger DDR-Grenzaufseher die Rhöner Geschichte auf Wanderwegen lebendig macht
Einzigartige Wanderführer-Reihe erkundet die Geschichte der Rhöner Grenzregion
Die ungewöhnliche Wanderführer-Serie widmet sich nun der Geschichte des Grenzgebiets im Rhön-Gebirge. Dr. Hans-Dieter Bieniek, ein ehemaliger DDR-Grenzaufseher, verfasste die Bücher mit Unterstützung lokaler Forscher. Der erste Band erschien 2022 mit Förderung durch den Freistaat Thüringen.
Bieniek arbeitete gemeinsam mit Karin Kampf und Gerhard Schätzlein daran, Geschichten und historische Details aus der Grenzregion zusammenzutragen. Ihre Recherchen umfassten Gespräche mit ehemaligen Flüchtlingen in ganz Deutschland, um die Vergangenheit zu rekonstruieren. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für „Grenzland Rhön: Wandern zwischen Vergangenheit und Gegenwart“ – den ersten politisch-historischen Wanderführer dieser Art.
Das Projekt wird vom Verein für Heimatpflege, Wandern und Wintersport Ellenbogen e.V. koordiniert, mit zusätzlicher Unterstützung durch das Rhönforum e.V. Die Forschung floss zudem in die Aktualisierung der Informationstafeln entlang des „Grünen Bandes“ ein. Der erste Abschnitt dieses Weges wurde erneuert und im vergangenen Jahr offiziell eingeweiht.
2026 folgte ein zweiter Band mit dem Titel „Grenzland Vorderrhön, Ulster- und Werra-Region: Wandern zwischen Vergangenheit und Gegenwart“. Die Finanzierung für den nächsten Abschnitt auf thüringischer Seite stammt aus dem LEADER-Regionalbudget.
Die Bücher bieten Wanderern detaillierte historische Einordnungen für ihre Erkundungen in der Region. Das aktualisierte „Grüne Band“ vermittelt Besuchern nun ein klareres Bild der Vergangenheit des Gebiets. Weitere Abschnitte des Weges könnten von anhaltender Förderung und Forschung profitieren.






