Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst hitzige Debatte über Tötung oder Freilassung aus
Greta SchulzWolfsangriff in Hamburg-Altona löst hitzige Debatte über Tötung oder Freilassung aus
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Umgang mit dem Tier entbrannt
Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Der Vorfall hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie mit dem Wolf umgegangen werden soll – mit Forderungen nach Euthanasie oder einer kontrollierten Freilassung.
Das Tier wurde ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht. Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), argumentierte, dass eine dauerhafte Haltung in Gefangenschaft aus Tierschutzgründen nicht vertretbar sei.
Er schlug zwei Möglichkeiten vor: die Tötung des Wolfs oder seine Freilassung mit einem Sendalhalsband, um seine Bewegungen zu überwachen. Dammann-Tamke betonte, dass Wölfe in Deutschland lernen müssten, Menschen zu meiden. Gegebenenfalls könne das gezielte Entnehmen einzelner Tiere das Rudelverhalten prägen. Als Beispiel nannte er den Fall des Wolfs Kurti, der 2016 wegen weniger aggressiven Verhaltens getötet worden war.
Laut Dammann-Tamke liegt die endgültige Entscheidung bei den Politikern. Sein Hauptziel bleibe es, ein konfliktfreies Zusammenleben von Menschen, Wölfen und Weidetieren zu gewährleisten.
In den kommenden Tagen werden die Behörden über das Schicksal des Wolfs entscheiden. Sollte er freigelassen werden, wird er voraussichtlich mit einem Peilsender ausgestattet. Der Vorfall hat die Debatte über den Umgang mit Wolfspopulationen in städtischen und ländlichen Gebieten neu entfacht.






