26 April 2026, 18:02

Zwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Rufbusses in Salzgitter

Ein roter Bus fährt auf einer Straße neben einem Gebäude, mit einer Person im Inneren, neben einer Wand, Bäumen, Laternen und einem bewölkten Himmel.

Zwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Rufbusses in Salzgitter

Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen für den Erhalt des Flexo-Rufbusdienstes in ihrer Region. Der Service, der derzeit Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und umliegende Orte verbindet, soll Ende 2026 eingestellt werden – es sei denn, lokale Verantwortliche springen ein und finanzieren ihn weiter. Ece Hickorkmaz und Esila Isbir haben eine Kampagne gestartet, um die Busse zu retten, und warnen, dass viele Anwohner ohne sie vor großen Problemen stehen würden.

Flexo wird in der Region bisher mit teilweiser Förderung durch den Regionalverband Braunschweig betrieben. Seit der Einführung erhält der Service eine 50-prozentige Subvention, doch diese Unterstützung läuft Ende 2026 aus. Danach müssen die einzelnen Kommunen die vollen Kosten tragen, wenn sie den Betrieb aufrechterhalten wollen.

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Nachbargemeinden haben bereits eigene Lösungen gefunden: Der Landkreis Gifhorn verlängerte seinen Flexo-Vertrag bis 2033, Baddeckenstedt sicherte die Finanzierung bis 2031. Doch die Zukunft in Salzgitter bleibt ungewiss.

Hickorkmaz und Isbir haben sich aktiv für mehr Aufmerksamkeit eingesetzt. Sie starteten eine Online-Petition auf change.org, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften sammelte. Zudem kontaktierten sie den Betriebsrat der KVG, verteilten Flyer und sprachen mit lokalen Politikern, darunter auch dem Landkreismayor. Ihre Botschaft ist klar: Ohne Flexo verlieren viele Menschen den Zugang zu Arbeitsplätzen, Schulen und sozialen Veranstaltungen.

Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den politischen Verantwortlichen in Salzgitter. Wird keine Finanzierung vereinbart, verschwindet der Service 2027 – und die Fahrgäste müssen sich nach Alternativen umsehen.

Die Kampagne der Schülerinnen zeigt, wie unverzichtbar Flexo für den täglichen Verkehr in der Region geworden ist. Handeln die Kommunalpolitiker nicht, stehen den Bewohnern ab 2027 weniger Transportmöglichkeiten zur Verfügung. Nun hängt alles davon ab, ob Salzgitters Führungskräfte bereit sind, die Kosten selbst zu tragen.

Quelle