20 March 2026, 18:01

Agrarminister fordern weniger Bürokratie und mehr Biogas-Förderung für die Landwirtschaft

Liniengraph, der die Netto-Ernteproduktionstrends in ausgewählten tropischen Ländern und weltweit von 2004 bis 2020 zeigt, mit begleitendem Erläuterungstext.

Agrarminister fordern weniger Bürokratie und mehr Biogas-Förderung für die Landwirtschaft

Landwirtschaftsminister aus ganz Deutschland trafen sich in Bad Reichenhall, um die drängendsten Herausforderungen des Sektors zu erörtern. Auf der Agenda standen die Reduzierung von Bürokratie, die Verbesserung der psychologischen Betreuung für Landwirte sowie die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Nahrungsmittelproduktion. Zudem wurde die Forderung nach stärkerer bundesweiter Förderung von Biogas als erneuerbare Energiequelle laut.

Auf der Agrarministerkonferenz setzten sich die Verantwortlichen für schnellere Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln und vereinfachte Düngeregeln ein. Sie argumentierten, dass übermäßige Vorschriften die Effizienz hemmen und die Kosten für die Landwirte in die Höhe treiben. Baden-Württemberg schlug ein System differenzierter Mindestlöhne in der Landwirtschaft vor, um Wettbewerbsnachteile durch hohe Lohnkosten auszugleichen.

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Minister Peter Hauk forderte die Bundesregierung auf, Biogas in ihrer Kraftwerksstrategie Priorität einzuräumen. Er betonte die Notwendigkeit eines "Biomasse-Pakets 2.0" und hob hervor, dass Biogas – gewonnen aus Tiermist und organischen Abfällen – eine flexible, klimaneutrale Alternative zu Wind- und Solarenergie bieten könne. Hauk mahnte ein stärkeres politisches Engagement an, um diese heimische Ressource zu fördern.

Die Minister unterstützten zudem eine bundesweite Studie zu Suizid und psychischer Gesundheit in der Landwirtschaft. Das baden-württembergische Projekt InVerantwortung, das Krisenprävention für Landwirte und Winzer anbietet, wurde als Vorbild für flächendeckende Hilfsangebote genannt. Aktuelle globale Krisen hätten die Bedeutung der Sicherung der heimischen Nahrungsmittelproduktion und der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft unterstrichen.

Die Konferenz endete mit klaren Forderungen nach politischen Kurskorrekturen, darunter Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn in der Landwirtschaft, um im europäischen Wettbewerb bestehen zu können. Zudem wurden praxisnähere Düngeregeln und bessere Angebote zur psychologischen Betreuung von Landwirten angemahnt. Die Diskussionen ebneten den Weg für mögliche Reformen, die den Agrarsektor in Deutschland stärken sollen.

Quelle