Bayerns Polizei testet Krisenreaktion bei Großübung in Dachau
Großübung der Bereitschaftspolizei: Bayern testet Krisenreaktion in Dachau
Diese Woche fand auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Dachau eine großangelegte Notfallübung statt. Über 300 Teilnehmer – darunter Beamte und Freiwillige – simulierten ein komplexes Krisenszenario. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften im Falle eines fiktiven Angriffs auf ein Rüstungs- und Technologie-Start-up zu erproben.
Das Szenario umfasste die Blockade eines Bundeswehr-Konvois, einen Angriff auf ein Drohnen-Start-up sowie eine Geiselnahme. Rund 200 Polizeibeamte und 120 Übungsfreiwillige der Bereitschaftspolizei waren beteiligt. Unterstützt wurden sie von Berufsfeuerwehren, Rettungskräften, der Spezialeinheit SEK sowie der Feldjägertruppe der Bundeswehr.
Im Mittelpunkt stand die Koordination zwischen den Einheiten – insbesondere die zivil-militärische Zusammenarbeit wurde auf die Probe gestellt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann besuchte die Übung und betonte die Bedeutung von Einsatzbereitschaft angesichts hybrider Kriegsführung. Die Übung knüpfte an einen Vorfall in Erding im Oktober 2025 an, bei dem ein realer Angriff zunächst für eine Übung gehalten worden war.
Bis zum Ende der Simulation verlief die Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten reibungslos. Während der Übung gab es keine Zwischenfälle; sie endete am Montag erfolgreich.
Die Dachauer Übung unterstrich die Notwendigkeit einer starken Notfallvorsorge. Gleichzeitig zeigte sie die Herausforderungen auf, echte Bedrohungen von Übungsszenarien zu unterscheiden – wie bereits beim Erding-Vorfall 2025 deutlich wurde. Die gezeigte reibungslose Teamarbeit während der Übung bestätigte den Wert solcher Großübungen.






