Apotheken kämpfen mit explodierenden Lohnkosten bis 2027
Apotheken in Deutschland stehen unter wachsendem Finanzdruck durch steigende Lohnkosten
Apotheken in ganz Deutschland sehen sich einer zunehmenden finanziellen Belastung gegenüber, da Tariferhöhungen und Anpassungen des gesetzlichen Mindestlohns die Kosten in die Höhe treiben. Experten warnen, dass die zusätzliche Last für Arbeitgeber in den kommenden Jahren weiter wachsen wird.
Zum Jahresbeginn 2026 stiegen die Löhne in Apotheken um drei Prozent – basierend auf den bestehenden Tarifverträgen. Diese Erhöhung allein führte zu durchschnittlichen Mehrkosten von 9.500 Euro pro Apotheke und Jahr. Auch der gesetzliche Mindestlohn kletterte 2024 auf 13,90 Euro, was die Betriebe mit rund 700 Euro zusätzlich pro Jahr belastet.
Eine weitere Erhöhung steht bereits bevor: Ab dem 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigen – ein Anstieg um 17,6 Prozent seit 2024. Derzeit gilt der Adexa-ADA-Tarifvertrag noch bis zum 31. Dezember 2026, während die Vereinbarung in Nordrhein-Westfalen mit dem Tarifverband der Apothekenleiter (TGL) bereits sechs Monate früher ausläuft.
Andreas May, Mitglied im Vorstand der Gewerkschaft, bestätigte, dass neue Tarifverhandlungen erst nach Ablauf der bestehenden Verträge beginnen werden. Die Unternehmensberatung Treuhand Hannover hat bereits vor den finanziellen Folgen der Lohnerhöhungen für die Arbeitgeber gewarnt.
Mit mehreren bereits umgesetzten und weiteren geplanten Lohnerhöhungen müssen sich Apotheken auf steigende Betriebskosten einstellen. Die Kombination aus gesetzlichen Anpassungen und Tarifabschlüssen wird die Budgets mindestens bis 2027 belasten.






