Apotheken setzen auf Sofortzahlungen bei Rezeptabrechnungen gegen Liquiditätsengpässe
Finn KleinApotheken setzen auf Sofortzahlungen bei Rezeptabrechnungen gegen Liquiditätsengpässe
Immer mehr Apotheken entscheiden sich dafür, ihre Rezeptabrechnungen vorzeitig auszuzahlen. Dieser wachsende Trend entsteht vor dem Hintergrund steigender finanzieller Belastungen durch hochpreisige Medikamente. Die Abrechnungsstellen reagieren darauf mit schnelleren Auszahlungsoptionen zu attraktiven Konditionen.
Hinter der Entwicklung stehen zunehmende Liquiditätsprobleme. Hochpreisige Rezepte machen mittlerweile bis zu 40 Prozent des gesamten Abrechnungsvolumens aus – viele Apotheken müssen ihre Cashflow-Strategien daher überdenken. Katja Frey, Vertriebsleiterin bei der ARZ Haan, bestätigt, dass die Nachfrage nach Vorfinanzierungen stark gestiegen ist.
Mehrere Abrechnungsstellen bieten inzwischen Modelle für vorzeitige Auszahlungen an. Das Paket FlexZahlungBusiness von ARZ Haan erhebt eine tägliche Gebühr von 0,02 Prozent. Andere Anbieter wie Noventi setzen auf ein anderes Modell: einen Festzins von 0,018 Prozent zzgl. eines variablen Aufschlags, der an den Ein-Monats-Euribor der Bundesbank gekoppelt ist und sich pro Bankarbeitstag anpasst.
Diese neuen Optionen unterbieten oft die Zinssätze, die die Hausbanken der Apotheken bieten. Die günstigeren Gebühren machen vorzeitige Auszahlungen zu einer attraktiven Lösung für die Bewältigung laufender Betriebskosten.
Da immer mehr Apotheken auf Vorabzahlungen setzen, erweitern die Abrechnungsstellen ihr Angebot. Die Entwicklung hilft Betrieben, die finanzielle Belastung durch teure Medikamente besser zu stemmen. Niedrigere Gebühren und flexible Konditionen sind dabei die entscheidenden Treiber dieses wachsenden Trends.






