09 May 2026, 02:02

Apothekerin zahlt 25.000 Euro an Betrüger – und Merck verlangt erneut das Geld

Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen verstecken, können sie Hunderte von Dollar pro Monat aus ihren Taschen ziehen."

Apothekerin zahlt 25.000 Euro an Betrüger – und Merck verlangt erneut das Geld

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, soll 25.000 Euro an Merck zahlen – für eine Rechnung, die sie längst beglichen hat. Der Fall ist Teil einer Welle von Cyberangriffen, bei denen Apotheken mit gefälschten Rechnungen getäuscht werden. Schleußinger betont, sie habe alle üblichen Prüfungen vorgenommen, sei aber dennoch auf den Betrug hereingefallen.

Im vergangenen Jahr hatten Apotheken in ganz Deutschland verdächtige E-Mails erhalten, die sich als Merck-Rechnungen tarnten. Das Unternehmen bestätigte später, dass es sich um gezielte Cyberangriffe handelte. Trotz Warnungen überprüfte Schleußinger eine Rechnung mit aktualisierten Bankdaten – darunter ein spanisches Konto –, erkannte den Betrug jedoch nicht.

Nach der Zahlung forderte Merck erneut die Begleichung der Rechnung. Der Pharmakonzern teilte Schleußinger mit, sie sei Opfer eines Betrugs geworden, und riet ihr, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Mittlerweile hat sie Strafanzeige gestellt und einen Anwalt eingeschaltet.

Schleußinger argumentiert, dass nicht ihre Apotheke, sondern die Systeme von Merck kompromittiert worden seien. Sie wirft dem Unternehmen vor, intransparent zu agieren und das Problem herunterzuspielen. Inzwischen warnt Merck auf seinem Apotheken-Webshop ausdrücklich davor, Rechnungsdetails besonders sorgfältig zu prüfen.

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Ihre größte Sorge gilt der Frage, ob Merck künftige Medikamentenlieferungen wegen der strittigen Zahlung zurückhalten könnte. Dazu hat sich das Unternehmen bisher nicht öffentlich geäußert.

Der Streit setzt Schleußinger finanziellen Verlusten und Lieferrisiken aus. Die Warnung von Merck erfolgte nach mehreren gemeldeten Fällen betrügerischer Rechnungen. Polizei und Juristen ermitteln mittlerweile, doch eine Lösung steht noch aus.

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