17 June 2026, 18:55

Bär lehnt pauschales Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ab

Bundesforschungsministerin Baer gegen Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Bär lehnt pauschales Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ab

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat sich gegen Pläne ausgesprochen, soziale Medien für unter 16-Jährige zu verbieten. Solche Beschränkungen seien zu radikal und würden die Realität des modernen Kinderalltags ignorieren, argumentiert sie. Als Mutter von drei Teenagern kenne sie die Herausforderungen, vor denen Eltern stehen, wenn es darum geht, die Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu überwachen.

Bär betont, dass Kinder heute bereits Smartphones nutzen können, bevor sie richtig lesen und schreiben lernten. Dieser Wandel erschwere es Eltern, nachzuvollziehen, was ihre Kinder im Netz sehen oder teilen. Zwar räumt sie ein, dass die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf junge Nutzerinnen und Nutzer weiter erforscht werden müssten, warnt jedoch vor übereilten Lösungen.

In Bayern ist die private Nutzung von Smartphones in Schulen bereits bis zur siebten Klasse untersagt. Dennoch lehnt Bär pauschale Verbote sozialer Medien ab und plädiert für einen differenzierteren Ansatz. Wichtig sei es, das Problem zu lösen, ohne überzureagieren, so die Ministerin.

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Ihre Haltung spiegelt einen Spagat zwischen Sorge und Pragmatismus wider: Bär fordert weitere Studien zu den Folgen sozialer Medien für Kinder, lehnt aber starre Altersgrenzen ab. Statt auf flächendeckende Verbote zu setzen, will sie das Problem zunächst besser verstehen.

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