Bavarian Airlines: Betrugsverdacht und gefälschte Dokumente erschüttern geplante Fluglinie
Mila MüllerBavarian Airlines: Betrugsverdacht und gefälschte Dokumente erschüttern geplante Fluglinie
Bavarian Airlines: Geplante Regionalfluglinie könnte nur auf dem Papier existiert haben
Der Gründer des Unternehmens, Adem Karagöz, sieht sich nun mit schweren Vorwürfen wegen Betrugs und Urkundenfälschung konfrontiert. Zweifel gibt es nicht nur an seinem Alter, sondern auch an der Seriosität der Airline und unbeglichenen Schulden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.
Ursprünglich sollte Bavarian Airlines Ende 2023 mit einer Flotte von zwölf Embraer-E195-E2-Jets an den Start gehen. Geplant waren Strecken innerhalb Deutschlands und Europas, darunter Düsseldorf, London, Wien und Amsterdam. Doch weder gab es verbindliche Verträge mit Leasingpartnern noch eine offizielle Vereinbarung mit dem Flughafen München.
Karagöz, der angibt, volljährig zu sein, steht im Verdacht, einen gefälschten UN-Reisepass genutzt zu haben, um seine wahre Identität zu verschleiern. Ermittler gehen davon aus, dass er erst 15 Jahre alt ist – und damit zu jung, um in Deutschland ein Unternehmen anzumelden. Eine offizielle Eintragung der Bavarian Airlines als GmbH hat nie stattgefunden.
Auch finanziell gibt es massive Probleme: Karagöz soll seinem Berater über 20.000 Euro an ausstehenden Honoraren schulden, weitere 25.000 Euro stehen für Dienstreisen offen. Gleichzeitig behauptet er, dass ihm Netzwerkpartner und eine maltesische Fluggesellschaft mehr als 450.000 Euro schulden. Die Vorwürfe weist er zurück und beteuert, die umstrittenen Dokumente seien keine Originale und nie von ihm versandt worden.
Der Fall wirft bei potenziellen Partnern und Behörden grundsätzliche Fragen zur Existenz der Airline auf. Ohne Registrierung, Betriebsvereinbarungen oder nachweisbare Führungspersönlichkeiten scheint Bavarian Airlines auf falschen Versprechungen aufgebaut gewesen zu sein. Rechtliche und finanzielle Konsequenzen für die Beteiligten könnten folgen.






