Bayerns Finanzfahnder decken 550.000 Euro Steuerlücken bei Influencern auf
Mila MüllerBayerns Finanzfahnder decken 550.000 Euro Steuerlücken bei Influencern auf
Eine Überprüfung von Influencern in Bayern hat unbezahlte Steuern in Höhe von 550.000 Euro ans Licht gebracht. Die Ermittlungen führte die Sonderabteilung „eCommerce“ beim Bayerischen Landesamt für Steuern durch. Finanzminister Albert Füracker (CSU) betonte, dass Influencer ihre steuerlichen Pflichten erfüllen müssten.
Die Spezialeinheit „eCommerce“ wertete Tausende Datensätze aus den Jahren 2024 und 2025 aus. Bisher wurden rund 9.000 bayerische Datensätze analysiert, die ein Umsatzvolumen von 211 Millionen Euro umfassen. Die Gesamtumsätze aller erfassten Datensätze belaufen sich auf 1,4 Milliarden Euro.
Mithilfe KI-gestützter Software wurden die finanziellen Aktivitäten der Influencer nachverfolgt und bewertet. Die verbleibenden Datensätze werden noch auf mögliche Nachzahlungen geprüft.
Füracker rief die Influencer auf, ihre Einnahmen offen zu legen, und warnte vor rechtlichen und finanziellen Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Vorschriften. Die bisherigen Ermittlungen haben bereits eine beträchtliche Summe an Steuerrückständen aufgedeckt. Weitere Prüfungen könnten zusätzliche Forderungen zutage fördern. Das Finanzministerium überwacht die Branche weiterhin mit modernsten Instrumenten genau.






