BMW-Chef fordert schärfere Hybriden-Kontrollen und warnt vor EU-Handelskonflikt mit den USA
Greta SchulzBMW-Chef fordert schärfere Hybriden-Kontrollen und warnt vor EU-Handelskonflikt mit den USA
BMW-Aufsichtsratschef Nicolas Peter fordert strengere Kontrolle von Plug-in-Hybriden, um deren Elektrobetrieb zu steigern. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen den USA und der EU im Handelsstreit, nachdem US-Präsident Donald Trump die Importzölle auf europäische Autos auf 25 Prozent angehoben hat.
Peter äußerte sich auch zur Zukunft der Elektromobilität und prognostizierte, dass bis 2035 mehr als die Hälfte der Kunden rein batteriebetriebene Modelle bevorzugen werde. Gleichzeitig zweifelt er jedoch daran, dass Europa bis dahin eine vollständige Elektrifizierung erreichen wird.
Kritik übte Nicolas Peter an der Rolle der EU im anhaltenden Handelskonflikt mit den USA. Er betonte, dass beide Seiten ihre Vereinbarungen einhalten müssten, und drängte auf eine zügige Ratifizierung des blockierten Handelsabkommens. Trotz der öffentlichen Spannungen versicherte er, dass die gemeinsamen Interessen der beiden Regionen weiterhin stark seien.
Zur Elektromobilität wies Peter die Annahme zurück, dass steigende Spritpreise den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen würden. Stattdessen forderte er eine bessere Überwachung von Plug-in-Hybriden, um sicherzustellen, dass diese häufiger im Elektromodus fahren. Seine Prognosen deuten darauf hin, dass batteriebetriebene Fahrzeuge bis 2035 die Kundennachfrage dominieren werden, doch eine 90-prozentige Elektrifizierung des europäischen Fahrzeugbestands bis dahin schloss er aus.
Unterdessen hatte US-Präsident Donald Trump die Zölle auf europäische Autoimporte von 15 auf 25 Prozent erhöht. Er warf der EU vor, ihren Handelspflichten nicht nachzukommen, und verschärfte damit den Konflikt weiter.
Peter unterstrich, dass die EU Verantwortung für die Beilegung des Streits übernehmen müsse. Seine Aussagen unterstreichen die Notwendigkeit von Zusammenarbeit – trotz der anhaltenden Handelsspannungen.
Peters Vorschläge zielen darauf ab, die Effizienz von Plug-in-Hybriden zu verbessern und gleichzeitig eine Lösung im US-EU-Handelskonflikt voranzutreiben. Seine Einschätzung zur Elektromobilität deutet auf ein stetiges Wachstum hin, doch eine vollständige Elektrifizierung Europas bis 2035 hält er für unwahrscheinlich. Die Zollerhöhung erhöht den Druck auf beide Seiten, zu einer Einigung zu gelangen.






