BMW Regensburg setzt auf E-Autos und kämpft mit Logistik-Herausforderungen
Mila MüllerBMW Regensburg setzt auf E-Autos und kämpft mit Logistik-Herausforderungen
BMWs Werk in Regensburg baut die Produktion von Elektrofahrzeugen seit Ende 2021 aus. Die Fabrik fertigt mittlerweile den iX1 neben klassischen Modellen und stellt sogar vor Ort Batterien her. Gleichzeitig zwingen logistische Herausforderungen in Deutschland die Automobilhersteller, nach alternativen Transportlösungen zu suchen.
Das Werk in Regensburg begann im November 2021 mit der Montage des iX1. Neben diesem rein elektrischen Modell laufen dort auch der X1, X2, die 1er-Reihe und der 2er Gran Tourer vom Band – inklusive ihrer Plug-in-Hybrid-Varianten. Langfristig strebt BMW an, dass jedes dritte Fahrzeug aus den bayerischen Standorten Regensburg, Dingolfing und München elektrisch sein soll.
Die Logistik entwickelt sich für die Autoindustrie zunehmend zum Problem. Bereits im April 2021 schlossen sich die Häfen Antwerpen und Zeebrügge zusammen, um ihre Abläufe effizienter zu gestalten. Medway, eine Tochtergesellschaft von MSC, betreibt seitdem zweimal wöchentlich Zugverbindungen zwischen den fusionierten Häfen und dem BMW-Werk in Regensburg. Diese Schienenanbindung hilft, Staus auf Straßen und im Netz zu umgehen.
Deutschlands Schienennetz steht unter Dauerbelastung. 2022 kündigte die Deutsche Bahn ein Modernisierungsprogramm im Umfang von 13,6 Milliarden Euro an, das 1.800 Kilometer Gleise, 140 Brücken und 800 Bahnhöfe umfasst. Trotz dieser Maßnahmen suchen europäische Automobilhersteller weiterhin nach zusätzlichen Kapazitäten im Schienengüterverkehr, um Lieferengpässe zu vermeiden.
BMW setzt in Regensburg auf steigende E-Auto-Produktion und verlässt sich dabei auf verbesserte Schienenverbindungen, um die Lieferketten stabil zu halten. Die fusionierten Häfen Antwerpen-Zeebrügge und die Zugverbindungen von Medway bilden eine entscheidende Transportroute. Angesichts der laufenden Modernisierung des deutschen Schienennetzes passen die Hersteller ihre Logistik an, um Produktion und Auslieferungen reibungslos aufrechtzuerhalten.






