BMW warnt vor Gewinnrückgang durch Chinas schwächelnden Automarkt
BMW gibt Gewinnwarnung nach drastischem Einbruch auf Chinas Automarkt aus
Der bayerische Automobilkonzern BMW hat eine Gewinnwarnung herausgegeben, nachdem der chinesische Automarkt einen deutlichen Rückgang verzeichnete. Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Nedeljković steht damit vor einem schwierigen Start: Die Absatzzahlen und Margen bei Verbrennermodellen brechen ein.
Chinas Autohandel erlebte im Mai einen steilen Abwärtstrend. Die Verkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent. Besonders betroffen waren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE), deren Absatz um 39 Prozent einbrach, während Alternativantriebe einen Rückgang von 7,5 Prozent verzeichneten.
Erstmals belegten im Mai ausschließlich batterieelektrische Modelle und Plug-in-Hybride die Top Ten der meistverkauften Fahrzeuge. Rein elektrische Autos erreichten einen Marktanteil von 42,21 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vormonaten. Traditionelle Verbrenner fielen dagegen auf nur noch 37,1 Prozent zurück.
Deutsche und japanische Hersteller verloren in China weiter an Boden, während einheimische Marken ihre Führung ausbauten. BMW bestätigte, dass die starken Verkäufe in Europa und den USA die Verluste in China und der Asien-Pazifik-Region nicht ausgleichen konnten. Der Branchenanalyst Ferdinand Dudenhöffer kritisierte das Unternehmen dafür, in der Vergangenheit zentrale Chancen nicht genutzt zu haben.
Experten erwarten, dass sich der chinesische Automarkt in diesem Jahr weiter abschwächen wird, was den Druck auf die globalen Hersteller erhöht. Die Gewinnwarnung von BMW unterstreicht die Verwundbarkeit des Konzerns – insbesondere bei seinen Verbrennermodellen. Der Wettbewerb in der Region wird sich voraussichtlich verschärfen, da lokale Marken ihre Position festigen.
