11 April 2026, 20:02

Cannabis-Legalisierung in Brandenburg: Schwarzmarkt und Verkehrssicherheit sorgen für Kritik

Gruppe von Menschen um ein Auto mit einer "Legalise Cannabis Ireland"-Plakette versammelt, mit Papieren im Fahrzeug gegen eine Kulisse von Gebäuden, Laternenmästen und einem klaren blauen Himmel.

Cannabis-Legalisierung in Brandenburg: Schwarzmarkt und Verkehrssicherheit sorgen für Kritik

Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland: Zwei Jahre nach Inkrafttreten wachsen die Bedenken in Brandenburg

Am 1. April 2024 trat in Deutschland die Teillegalisierung von Cannabis in Kraft. Das Gesetz erlaubte den privaten Konsum sowie den Anbau und die Abgabe der Droge durch nichtkommerzielle Anbauvereine. Doch zwei Jahre später mehren sich in Brandenburg die Sorgen über Schwarzmarktaktivitäten und die Verkehrssicherheit.

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Ab dem 1. Juli 2024 durften registrierte Anbauvereine mit bis zu 500 Mitgliedern Cannabis legal anbauen und an ihre Mitglieder abgeben. Brandenburg hat seitdem 21 solche Vereine genehmigt, sechs weitere Anträge werden noch geprüft. Bei Kontrollen in 26 Vereinen gab es jedoch weder Verstöße noch Bußgelder.

Doch der legale Markt kann die Nachfrage nicht decken, wie Innenminister Jan Redmann (CDU) einräumt. Er warnt, dass illegale Händler weiterhin den Markt dominieren und Cannabisverkäufe nutzen, um ihre Netzwerke für härtere Drogen auszubauen. Seine Bedenken äußerte er im Februar, als die CDU Brandenburg auf ihrem Parteitag für eine vollständige Abschaffung des Legalierungsgesetzes stimmte.

Auch die Verkehrssicherheitsdaten geben Anlass zur Sorge. 2025 stiegen die Verdachtsfälle von Fahrten unter Cannabiseinfluss um 31,5 Prozent – von 1.313 auf 1.727. Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Cannabiskonsum eine Rolle spielte, erhöhte sich leicht von 115 im Jahr 2024 auf 119 im vergangenen Jahr.

Laut Behörden hat die Legalisierungspolitik den Schwarzmarkt in Brandenburg bisher nicht schwächen können. Angesichts der ungedeckten Nachfrage und der steigenden cannabisbedingten Verkehrsvorfälle spiegelt der Vorstoß der CDU, das Gesetz rückgängig zu machen, die anhaltenden Herausforderungen wider. Nun steht das Land vor der Entscheidung, ob es den aktuellen Kurs anpassen oder ganz aufgeben soll.

Quelle