CDU Solingen fordert mehr Transparenz und Schutz vor Mobbing an Schulen und Kitas
Finn KleinCDU Solingen fordert mehr Transparenz und Schutz vor Mobbing an Schulen und Kitas
Mobbing unter Schulkindern entwickelt sich in Deutschland zu einem drängenden Problem. Eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass etwa jedes sechste Kind bundesweit von Mobbing betroffen ist. Nun fordert die CDU in Solingen klarere Daten und wirksamere Präventionsmaßnahmen in örtlichen Schulen und Kitas.
Im Mittelpunkt der CDU-Anfrage steht das Ausmaß von Mobbing in Solingen, wo bei Übertragung der bundesweiten Trends schätzungsweise 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein könnten. Laut PISA-Studie 2022 geben 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland an, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Doch für Solingen liegen keine konkreten Zahlen vor, wie viele Kinder in den vergangenen drei Jahren aufgrund von Mobbing oder digitaler Gewalt in medizinische oder psychologische Behandlung überwiesen wurden.
Die Partei verlangt zudem Auskunft über bestehende Präventionsprogramme – darunter auch, wie deren Erfolg gemessen wird. Personalschlüssel in Kitas und Grundschulen stehen ebenso auf dem Prüfstand wie die Wirksamkeit der aktuellen Anti-Mobbing-Strategien. Ein weiteres wachsendes Problem, das in der Anfrage thematisiert wird, sind Online-Konflikte, insbesondere in Klassenchatgruppen.
Mit diesen Fragen will die CDU das Thema Mobbingprävention ganz oben auf die politische Agenda Solingens setzen. Ziel ist es, eine vertiefte Debatte anzustoßen, wie Kinder besser geschützt und die Unterstützungssysteme verbessert werden können.
Die CDU-Initiative setzt die lokalen Behörden unter Druck, die Mobbingprävention zu überprüfen und zu stärken. Ohne klare Daten zu betroffenen Kindern oder zur Wirkung der bisherigen Maßnahmen sucht die Anfrage nach konkreten Schritten zur Lösung des Problems. Die Ergebnisse könnten künftige Richtlinien in Solingens Schulen und Kitas prägen.






