27 June 2026, 22:00

Deutsche Bahn: Wie Verspätungen die Industrie in die Krise stürzen

Bahn-Baustellen belasten die Industrie mit Milliarden-Schäden

Deutsche Bahn: Wie Verspätungen die Industrie in die Krise stürzen

Verspätungen und Ausfälle im Schienennetz der Deutschen Bahn bereiten der deutschen Industrie massive Probleme. Schlüsselsektoren wie Stahl, Chemie und Automobilbau müssen wegen unzuverlässiger Gütertransporte die Produktion drosseln und kämpfen mit steigenden Kosten.

Besonders hart trifft es die Stahlindustrie, die fast 50 Prozent ihrer Lieferungen über die Schiene abwickelt. Salzgitter und ArcelorMittal haben die Produktion bereits zurückfahren müssen, weil Transportengpässe die Lieferketten blockieren. Ohne reibungslosen Bahnbetrieb gestaltet sich der Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten zunehmend schwierig.

Auch die Chemiebranche leidet unter den Problemen: Rund 25 Millionen Tonnen Güter werden jährlich per Bahn transportiert. Unternehmen melden Produktionsausfälle und höhere Kosten, weil Lieferungen stocken. Der Verband der Chemischen Industrie fordert die Deutsche Bahn auf, Güterzügen auf Ausweichstrecken Vorrang zu gewähren.

In der Automobilindustrie ist die Transportkapazität geschrumpft, sodass einige Unternehmen wieder auf den Straßenverkehr ausweichen müssen. Anders als im Personenverkehr gibt es für Güterzüge keine Ersatzbusse – bleiben die Züge aus, fehlen oft die Alternativen.

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Bauarbeiten und anhaltende Netzprobleme belasten weiterhin die industriellen Lieferketten. Stahl-, Chemie- und Automobilhersteller passen ihre Abläufe an, um die Engpässe zu bewältigen. Der Druck auf die Deutsche Bahn, die Verspätungen in den Griff zu bekommen, bleibt groß.

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