20 April 2026, 00:12

DRK-Präsident Gröhe fordert radikale Sozialreformen gegen Pflegekollaps und Bürokratie

Gelbliches Schreiben der deutschen Regierung mit einem kreisförmigen, schwarz umrandeten Stempel und schwarzer Tinte.

DRK-Präsident Gröhe fordert radikale Sozialreformen gegen Pflegekollaps und Bürokratie

Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), hat weitreichende Reformen des Sozialsystems gefordert. Er argumentiert, dass wachsende Herausforderungen wie die alternde Bevölkerung, Einsamkeit und die Integration von Migranten einen effizienteren und zielgerichteteren Ansatz erfordern. Zu seinen Vorschlägen gehören Bürokratieabbau, die voranschreitende Digitalisierung sowie die stärkere Einbindung von Wohlfahrtsverbänden in politische Entscheidungsprozesse.

Gröhe warnte davor, dass eine Schwächung der ambulanten Pflege mehr ältere Menschen früher in stationäre Einrichtungen drängen könnte. Er betonte, dass kurzfristige Sparmaßnahmen langfristig zu deutlich höheren Kosten führen könnten. Stattdessen sprach er sich für eine Stärkung der präventiven Versorgung aus, um Krankheiten und Pflegebedürftigkeit zu verringern.

Er begrüßte zwar die neu eingesetzte Wohlfahrtsstaatskommission der Bundesregierung, die zentrale Forderungen sozialer Organisationen aufgegriffen habe. Doch bestehe er darauf, dass echte Veränderungen tiefgreifendere Beratungen erforderten als die üblichen Anhörungen in Kabinett oder Parlament. Das DRK wolle eine aktive Rolle in der Debatte über die Gesundheitsreformen einnehmen.

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Digitalisierung und schlankere Verwaltungsstrukturen hob Gröhe als Schlüssel für ein reaktionsfähigeres System hervor. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Wohlfahrtsverbände bei Reformdiskussionen einen festen Platz am Verhandlungstisch brauchten.

Gröhes Vorschläge zielen auf langfristige Nachhaltigkeit statt auf kurzfristige Lösungen ab. Seine Warnungen vor den Risiken einer Unterfinanzierung der Pflege kommen zu einer Zeit, in der Deutschland durch demografische Verschiebungen unter zunehmendem Druck steht. Die Beteiligung des DRK an den Reformgesprächen wird diese Themen weiter in den Fokus rücken.

Quelle