07 April 2026, 18:02

Erfurt und Guy Montavon: Außergerichtliche Einigung in Sicht nach jahrelangem Machtkampf

Ein Mann in Anzug sitzt an einem Tisch mit einer Waage davor und sieht konzentriert auf Papiere mit Text und Zahlen.

Erfurt und Guy Montavon: Außergerichtliche Einigung in Sicht nach jahrelangem Machtkampf

In dem seit langem schwelenen Streit zwischen der Stadt Erfurt und Guy Montavon zeichnet sich eine mögliche außergerichtliche Einigung ab. Der ehemalige Mitarbeiter war vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen worden, nachdem unbewiesene Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung gegen ihn erhoben worden waren. Aktuelle Verhandlungen haben beide Seiten nun näher an eine Lösung gebracht.

Montavons Entlassung im Jahr 2022 ging auf Anschuldigungen der Stadt zurück, die jedoch nie gerichtlich bestätigt wurden. Nach einem Schlichtungsgespräch Mitte März begannen die Parteien, über eine finanzielle Regelung im mittleren sechsstelligen Bereich zu verhandeln, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll.

Die Gespräche gerieten ins Stocken, als Montavon eine zusätzliche Forderung stellte, die über die ursprünglichen Bedingungen hinausging. Dieser Schritt verärgerte die Stadtverantwortlichen und bremste den Fortschritt. Trotz des Rückschlags könnte ein Deal noch im Mai unter Dach und Fach gebracht werden – vorausgesetzt, der Stadtrat gibt sein Plazet.

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Falls eine Einigung zustande kommt, würde Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung zurückziehen. Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.

Die Stadt weigert sich, zu den laufenden Gesprächen Stellung zu nehmen, und beruft sich dabei auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Eine Einigung würde einen Streit beenden, der sich nun schon über mehr als zwei Jahre hinzieht. Das weitere Vorgehen hängt nun von der Entscheidung des Stadtrats und Montavons Bereitschaft ab, die vorgeschlagenen Bedingungen zu akzeptieren.

Quelle