EU führt digitale Identitätswallet ein – Start für 2027 geplant
Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem, um Identitätsprüfungen und Dokumentenmanagement zu vereinfachen. Die EU-Digitalen-Identitätswallet wird es Nutzern ermöglichen, ihre Identität online und offline nachzuweisen, wichtige Dokumente zu speichern und Dateien elektronisch zu unterzeichnen. Erste Testläufe finden bereits statt, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant.
Die Wallet basiert auf gemeinsamen Standards und lässt sich in bestehende elektronische Ausweissysteme der EU-Mitgliedstaaten integrieren. Ziel ist es, eine sichere und einfache Möglichkeit zur Identitätsbestätigung, Dokumentenverwaltung und Kontrolle persönlicher Daten zu bieten. Nutzer können zudem optional eine Altersverifikations-App verknüpfen, die den Zugang zu Erwachsenen-Websites einschränken könnte.
Zunächst wird das System freiwillig genutzt werden. Mit dem Rückgang des Bargeldverkehrs und der Ausweitung digitaler Dienstleistungen könnte seine Verbreitung jedoch zunehmen. Die EU wird die Wallet auf dem EUDI-ON-Gipfel am 25. Juni in Berlin präsentieren.
Trotz der Vorteile warnen Datenschützer vor Risiken. Zwar setzt die EU auf Verschlüsselung für die Wallet, treibt aber gleichzeitig Methoden wie Client-Side-Scanning zur Chat-Kontrolle voran. Kritiker befürchten, dass dies Massenüberwachung ermöglichen und die Sicherheitsfunktionen der Wallet untergraben könnte.
Der Start der EU-Digitalen-Identitätswallet ist für Anfang 2027 vorgesehen. Sie verspricht einen einfacheren Zugang zu digitalen Dienstleistungen und gibt Nutzern die Kontrolle über ihre Daten. Bedenken hinsichtlich möglicher Überwachung bleiben jedoch bestehen, während die EU Verschlüsselung und andere Sicherheitsmaßnahmen abwägt.






