16 April 2026, 10:02

EU-Projekt ERMES revolutioniert Kommunikation von medizinischen Implantaten durch Moleküle

Diagramm eines DNA-Moleküls mit erklärendem Text zur genetischen Informationsverpackung.

EU-Projekt ERMES revolutioniert Kommunikation von medizinischen Implantaten durch Moleküle

Ein neues europäisches Forschungsprojekt will die Kommunikation medizinischer Implantate im menschlichen Körper revolutionieren. Finanziert durch das EU-Programm "Horizont Europa", erforscht die Initiative die Übertragung von Daten auf molekularer Ebene für aktive implantierbare Geräte. Das Projekt mit dem Namen ERMES hat über 3,7 Millionen Euro erhalten, um diese bahnbrechende Technologie in den nächsten drei Jahren zu entwickeln.

An ERMES sind Universitäten und Unternehmen aus ganz Europa beteiligt. Federführend ist die Universität Catania in Italien, unterstützt von Partnern in Finnland, Frankreich und Deutschland. Zu den bayerischen Einrichtungen zählen die Universität Regensburg, die Technische Hochschule Deggendorf und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Forschung konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: die Entwicklung und Herstellung von Signalmolekülen, deren sichere Einbringung in den Blutkreislauf sowie die Erforschung von Methoden zu deren Nachweis während der Zirkulation. Mithilfe dieser Moleküle soll es Implantaten künftig möglich sein, Daten sowohl innerhalb des Körpers als auch nach außen zu senden und zu empfangen.

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Gefördert durch das EIC Pathfinder Open-Programm von Horizont Europa, zielt ERMES auf hochinnovative, aber risikoreiche Frühphasenforschung ab. Das Ziel ist es, herkömmliche drahtlose Kommunikation durch ein molekularbasiertes System zu ersetzen – mit potenziell höherer Zuverlässigkeit und weniger Störanfälligkeit. Vier Unternehmen bringen zudem technisches und industrielles Know-how in das Konsortium ein.

Mit einem Budget von 3,7 Millionen Euro läuft das ERMES-Projekt über 36 Monate. Bei Erfolg könnte die Technologie die Art und Weise verändern, wie medizinische Geräte wie Herzschrittmacher oder Neurostimulatoren Informationen austauschen. Zudem könnten sich neue Möglichkeiten für die Überwachung und Behandlung von Patienten mit Implantaten eröffnen.

Quelle