16 April 2026, 20:02

WM-Sorgen: Nagelsmanns DFB-Elf kämpft mit Abwehrchaos und taktischen Fehlern

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht auf einem Fußballfeld, einige sind in der Hocke, mit einem Ball und einem Torpfosten, vor einem Hintergrund aus Bäumen, Gebäuden und Fahrzeugen.

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Trotz einzelner Lichtblicke haben defensive Fehler und taktische Schwächen die Fans vor dem Turnier verunsichert. Bundestrainer Julian Nagelsmann räumt nun ein, dass andere Nationen aktuell stärker in die Weltmeisterschaft starten.

Besonders deutlich wurden die Abwehrprobleme in den Spielen gegen die Schweiz und Ghana. Drei der sieben Torabschlüsse der Schweizer endeten im Netz – eine schonungslose Offenlegung der Lücken in der Defensive. Ein Fehlpass von Nico Schlotterbeck bescherte den Gästen sogar eine weitere Torchance.

Kritik gibt es auch an Nagelsmanns Aufstellung, insbesondere an der Entscheidung, Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger statt im Mittelfeld einzusetzen. Diese Positionsänderung schwächte sowohl die Abwehr als auch den Spielaufbau. Der Trainer bleibt jedoch bei seiner Linie und betont, dass nicht alle Entscheidungen auf Zustimmung stoßen würden – ein Kurswechsel stehe dennoch nicht zur Debatte.

Im Sturm setzten Nagelsmann vor allem auf Kai Havertz und Niclas Woltemade, während Deniz Undav lange auf der Bank blieb. Gegen Ghana kam Undav als Joker zum Einsatz und erzielte den Siegtreffer – ein Moment, der Nagelsmanns vorherige Zweifel an seiner Wirkung widerlegte. Schiedsrichter Stuart Attwell, der dieses Spiel leitete, war zuvor bereits als Video-Assistent im Viertelfinale der EM 2024 im Einsatz gewesen, als ein klarer Elfmeter gegen Spanien übersehen worden war.

Trotz der Mannschaftsprobleme ragten einige Spieler heraus: Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Karl lieferten starke Leistungen ab. Doch selbst ihre Leistungen konnten nicht über die insgesamt mangelnde Konstanz der DFB-Elf hinweg täuschen.

Nagelsmanns Eingeständnis, dass andere Teams nun als Favoriten gelten, unterstreicht die wackelige Form der Deutschen. Defensive Patzer, taktische Starrheit und enttäuschende Ergebnisse überschatten das individuelle Talent. Bis zum WM-Start bleibt wenig Zeit, um diese Schwächen zu beheben.

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