Falsche Eurovision-Website sorgt für Verwirrung: Wer veranstaltet 2026 wirklich in Österreich?
Greta SchulzFalsche Eurovision-Website sorgt für Verwirrung: Wer veranstaltet 2026 wirklich in Österreich?
Eine satirische Website gibt vor, den Eurovision Song Contest 2026 in Oberwart auszurichten – und sorgt damit für Verwirrung. Die Seite, die vom Medienhaus Tagespresse erstellt wurde, nutzt eine Domain, die dem offiziellen Markenauftritt des Wettbewerbs täuschend ähnlich sieht. Fans könnten so versehentlich auf der Parodie-Landingpage landen statt auf der echten Website.
Die Domain songcontest2026.at wurde von der Tagespresse registriert und leitet nun auf eine persiflierte Version des Eurovision Song Contest weiter. Die satirische Seite behauptet, das Event finde in Oberwart statt – einem kleinen österreichischen Ort, der kurzzeitig als möglicher Austragungsort für 2025 im Gespräch war. Unter den Slogans „Vereint durch Doskozil“ und „Per Erlass des obersten Landeshauptmanns“ präsentiert die Seite überzogene Details, etwa eine Warnung vor dem Sprung in den Neusiedler See – ein Augenzwinkern zur regionalen Humortradition.
Die Tagespresse warnt, dass Suchalgorithmen die Parodie-Seite möglicherweise höher ranken könnten als offizielle Quellen. Dadurch bestünde die Gefahr, dass Eurovision-Fans, die nach Informationen zum echten Wettbewerb suchen, auf die Fälschung hereinfallen. Der reale Contest ist vom 12. bis 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle geplant.
Die Mediengruppe fordert den ORF und die Europäische Rundfunkanstalt (EBU) auf, für große Musikveranstaltungen klarere und einheitlichere Webadressen zu sichern. Ziel ist es, Verwirrung zu vermeiden und sicherzustellen, dass Fans zuverlässige Informationen zum Wettbewerb erhalten.
Während die satirische Website Oberwart zumindest digital im Eurovision-Gespräch hält, bleibt der echte Contest in Wien angesiedelt. Die Verantwortlichen könnten nun gezwungen sein, die durch die täuschend echte Domain entstandene Verwechslungsgefahr zu klären.






