FC Bayern jagt 52 Jahre alten Torrekord – doch Sepp Maier bleibt gelassen
Finn KleinFC Bayern jagt 52 Jahre alten Torrekord – doch Sepp Maier bleibt gelassen
FC Bayern steht kurz vor einem historischen Bundesliga-Torrekord aus der Saison 1971/72 – einer Ära, in der die Legende Sepp Maier im Tor stand. Der Verein hat in der Spielzeit 2025/26 bereits 97 Treffer erzielt, 16 mehr als jede andere Mannschaft zu diesem Zeitpunkt zuvor. Unterdessen hat Maier seine Gedanken zum modernen Fußball geäußert und die heutige Liga mit seiner dominierenden Zeit verglichen.
Das Bayern-Team von 1971/72, mit Maier als Torhüter, stellte mit 101 Toren in einer Saison den bis heute gültigen Bundesliga-Rekord auf. Über ein halbes Jahrhundert später fehlen der aktuellen Mannschaft nur noch fünf Tore, um diese Marke zu überbieten. Maier, der mehr als 700 Spiele für den FC Bayern bestritt und vier Meisterschaften gewann, zeigt sich von der möglichen Rekordjagd unbeeindruckt. Für ihn sind Rekorde dazu da, herausgefordert und gebrochen zu werden.
Gleichzeitig reflektierte Maier über die veränderte Natur der Liga. Er ist überzeugt, dass die Bundesliga zu seiner Zeit härter umkämpft war, mit ausgeglicheneren Gegnern. Heute, so seine Einschätzung, seien Bayerns gelegentliche Niederlagen oft nur "reines Glück" für die andere Mannschaft – ein Hinweis auf mangelnde echte Konkurrenz. Diese Aussagen kommen von einem Mann, der in seiner Karriere dreimal den Champions-League-Titel, die Europameisterschaft 1972 und den WM-Triumph 1974 feiern konnte.
Trotz seiner Beobachtungen erkannte Maier die Stärke des aktuellen Bayern-Teams unter Trainer Vincent Kompany an. Er lobte deren Leistungen, blieb aber dabei: Die Liga insgesamt sei heute weniger anspruchsvoll als zu seiner aktiven Zeit.
Der FC Bayern schreibt mit 97 Toren in dieser Saison bereits Geschichte. Sollten noch fünf weitere hinzukommen, fällt der Rekord von 1971/72. Maiers Aussagen unterstreichen eine Verschiebung im Wettbewerbsgefüge der Liga, auch wenn es keine aktuellen Daten gibt, die die Stärke der Gegner aus seiner Ära direkt mit der heutigen vergleichen. Die Dominanz des Vereins bleibt ungebrochen – doch die Debatte über die Entwicklung der Bundesliga geht weiter.






