Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarer Botschaft
Ida LangFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarer Botschaft
Die Stadt Freiburg hat eine Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld“ gestartet. Die Initiative soll Betroffene stärken, über Hilfsangebote informieren und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.
Hinter der Kampagne steht die Mekriba-Stiftung, die sich auf Prävention, Aufklärung und Opferschutz konzentriert. Sie orientiert sich an der Istanbul-Konvention und wird von über 70 Fachstellen und Organisationen unterstützt.
Die Kampagnenmaterialien werden in der ganzen Stadt zu sehen sein und Themen wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Gewalt in Partnerschaften sowie sexualisierte Gewalt im digitalen Raum aufgreifen. Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, betonte, dass Gewalt viele Formen annehme – das Ziel sei es, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und zum Handeln zu motivieren.
Bürgermeister Martin Horn unterstrich, dass die Kampagne Betroffene ermutigen solle, Hilfe zu suchen. Gleichzeitig werde auf konkrete Beratungs- und Unterstützungsangebote hingewiesen. Gewalt gegen Frauen, Kinder, queere und trans Personen bleibt in Freiburg Alltag – ob in Form von häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung, digitaler Gewalt oder Übergriffen im öffentlichen Raum. Die Kampagne will Betroffenen sichtbare Solidarität und praktische Hilfe bieten.
