Gefährliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – ganze Ernte bedroht
Eine vier Tonnen schwere Lieferung von aus China importierten Tomaten wurde mit einem hochaggressiven Pflanzenvirus infiziert aufgefunden. Die russischen Agrarbehörden bestätigten den Befall mit dem Tomaten-Braunrugose-Fruchtvirus (Tomato brown rugose fruit virus) in der Partie, die in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk eingelagert war.
Die befallenen Tomaten wurden im vorübergehenden Zolllager Agroterminal-Customs in Krasnojarsk entdeckt. Der russische Agraraufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor zufolge wurde das Virus identifiziert und umgehend Maßnahmen zu dessen Eindämmung eingeleitet.
Das Tomaten-Braunrugose-Fruchtvirus ist für seine Widerstandsfähigkeit bekannt. Es verbreitet sich leicht durch direkten Kontakt, verunreinigte Werkzeuge, Hände oder sogar Kleidung. Auch bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln können es von Pflanze zu Pflanze übertragen. Einmal eingeschleppt, kann die Krankheit innerhalb einer Woche ganze Gewächshausbestände vernichten.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, haben die Behörden die Vernichtung der infizierten Tomaten angeordnet. Die gesamte Partie soll verbrannt werden, um sicherzustellen, dass das Virus nicht auf heimische Kulturen übergreift oder sich über landwirtschaftliche Kanäle verbreitet.
Mit der schnellen Reaktion soll verhindert werden, dass der Erreger die russische Tomatenproduktion gefährdet. Die Verbrennung gilt als sicherste Methode, um das Risiko vollständig zu beseitigen. Die Behörden überwachen weiterhin Importe, um künftige Ausbrüche dieser Art zu verhindern.






