29 April 2026, 12:02

Geretteter Buckelwal startet lange Reise in die Nordsee nach spektakulärer Aktion

Schwarzes und weißes Foto eines Wals, der von einem Boot mit Seilen aus dem Wasser gehoben wird, während Menschen in der Nähe stehen und ein Schiff im Hintergrund zu sehen ist.

Geretteter Buckelwal startet lange Reise in die Nordsee nach spektakulärer Aktion

Geretteter Buckelwal auf dem Weg in die Nordsee nach aufwendiger Rettungsaktion

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Ein gestrandeter Buckelwal ist nach einer komplexen Rettungsoperation nun auf dem Weg in die Nordsee. Das Tier, das Anfang März erstmals in der Nähe von Wismar gesichtet worden war, konnte am Dienstag erfolgreich auf einen Lastkahn verladen werden. Behörden und Experten hatten wochenlang daran gearbeitet, es von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand zu befreien.

Die Probleme des Wals begannen in der Nacht vom 22. auf den 23. März, als er auf einer Sandbank bei Timmendorfer Strand festsaß. Zunächst war das Tier Anfang März im Hafen von Wismar beobachtet worden, doch sein Zustand hatte sich im Laufe der Zeit zunehmend verschlechtert – die Aussichten auf eine erfolgreiche Rettung schienen immer geringer zu werden.

Am Dienstag wurde der Wal vorsichtig auf einen speziell vorbereiteten Lastkahn umgeladen – der kritischste Moment der gesamten Aktion. Anschließend nahm das Schlepperboot Robin Hood den Kahn bei der Ausfahrt der Kirchsee-Lagune in der Nähe der Insel Poel in Schlepp.

In den frühen Morgenstunden heute hatte der Konvoi bereits einen Punkt sechs Seemeilen südöstlich von Fehmarn erreicht. Der Wal wird nun auf einer mehrtägigen Reise um die Nordspitze Dänemarks, durch den Skagerrak, in die Nordsee gebracht, wo seine geplante Freilassung stattfinden soll. Tierärzte einer privaten Initiative begleiten das Tier während der gesamten Fahrt, um seinen Gesundheitszustand zu überwachen.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich später erleichtert über den Erfolg der Operation. Die Freilassung des Wals in der Nordsee wird das Ende einer wochenlangen Rettungsaktion markieren. Experten hatten befürchtet, dass sich der schlechter werdende Gesundheitszustand des Tieres negativ auf den Ausgang der Mission auswirken könnte. Der Fortschritt des Konvois wird weiterhin genau verfolgt, während die Reise andauert.

Quelle