Gorleben bleibt Atomlager: Betriebsgenehmigung um 20 Jahre verlängert
Greta SchulzGorleben bleibt Atomlager: Betriebsgenehmigung um 20 Jahre verlängert
Betriebsgenehmigung für Atomlager Gorleben um 20 Jahre verlängert
Die Betriebsgenehmigung für das nukleare Zwischenlager Gorleben wird um 20 Jahre verlängert. Die Entscheidung fällt, während die Suche nach einem Endlager für atomaren Abfall über den ursprünglichen Stichtag 2031 hinaus andauert. Umweltverbände haben bereits Bedenken gegen den Schritt geäußert.
Die Anlage in Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 erbaut – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Zwischenlager. Zwischen 1995 und 2011 trafen dort in 13 Transporten 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall ein. Jeder Transport löste großangelegte Proteste aus.
Die aktuelle Genehmigung für Gorleben läuft nach 40 Jahren Betrieb 2034 aus. Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung begründet die Verlängerung um 20 Jahre mit Sicherheitsaspekten und verweist auf regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen alle zehn Jahre. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird das Genehmigungsverfahren begleiten.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) warnt vor den langfristigen Risiken der Anlage. Kritikpunkte sind die Standfestigkeit des Gebäudes sowie die anhaltenden Gefahren durch die Lagerung des hochgiftigen Materials.
Durch die Verlängerung bleibt Gorleben noch Jahrzehnte lang Standort für abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle. Da sich die Suche nach einem Endlager verzögert, müssen die Behörden die Zwischenlagerung verlängern. Die Aufsichtsbehörden werden während der verlängerten Laufzeit die Einhaltung der Sicherheitsstandards überwachen.
