27 April 2026, 16:02

Grüne werfen Regierung Verschwendung vor: "Politik des Stillstands" im Haushaltsstreit

Liniengraph, der das Wachstum der US-Nationalverschuldung von der Zeit der Amerikanischen Revolution bis heute zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Grüne werfen Regierung Verschwendung vor: "Politik des Stillstands" im Haushaltsstreit

In der deutschen Regierungskoalition ist ein neuer Streit über Haushaltsprioritäten entbrannt. Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, warf der Regierung vor, die Finanzen schlecht zu verwalten und notwendige Reformen zu blockieren. Ihre Kritik kommt im Zusammenhang mit einem Vorschlag, neue Schulden für noch offene Kosten im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt aufzunehmen.

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Auslöser der Debatte war ein Vorstoß des SPD-Fraktionschefs Matthias Miersch, der vorgeschlagen hatte, zusätzliche Kredite zur Deckung der anhaltenden Belastungen aus der Iran-Auseinandersetzung aufzunehmen. Brantner lehnte dies umgehend ab und argumentierte, die aktuelle Regierung verfüge über mehr Mittel als frühere Regierungen, verschwende sie jedoch.

Ihrer Ansicht nach fließen Gelder in Sonderinteressen statt in dringend benötigte Infrastrukturprojekte. Wirtschaftsexperten hätten wiederholt darauf hingewiesen, wie Haushaltstricks verhindern, dass Mittel in entscheidenden Bereichen ankommen, so Brantner. Die Regierung befinde sich in einer "Politik des Stillstands" und weiche notwendigen Veränderungen aus.

Ihre Kritik richtete sich auch direkt gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem sie vorwarf, es sowohl an Mut als auch an konkreten Reformplänen fehlen zu lassen. Zudem bezeichnete sie die Koalition als gelähmt durch interne Streitigkeiten und nannte ihr Vorgehen verantwortungslos.

Der Konflikt zeigt die Spannungen in der Koalition über die Finanzpolitik auf. Brantners Äußerungen spiegeln die Frustration über kurzfristige Ausgabenpolitik und blockierte Reformen wider. Die Regierung steht nun unter Druck, klar zu machen, wie sie die Mittel verteilen und die Infrastrukturbedürfnisse angehen will.

Quelle