Harburgs ältestes Haus wird zur lebendigen Galerie der Moderne
Ein 459 Jahre altes Gebäude in Harburg hat als Kunstgalerie ein neues Leben erhalten. Die Galerie 1565 öffnete am Montag ihre Türen für die Öffentlichkeit – nach einer akribischen, fünfeinhalbjährigen Restaurierung. Zur Eröffnung am Donnerstagabend erschienen prominente Gäste, darunter Frank Horch, Dr. Georg Mecke und der Sammler Harald Falckenberg.
Das Bornemann-Haus, 1565 unter Herzog Otto II. errichtet, stand einst vor dem Abriss. Doch sein historischer Wert rettete es. Ursprünglich ein bürgerliches Wohnhaus, diente es später als Färberei unter Georg Ludwig Bornemann.
Arne Weber erwarb das Anwesen 2006 und leitete eine umfassende Sanierung, bei der der originale Charakter des Gebäudes bewahrt, aber für moderne Zwecke angepasst wurde. Weber bezeichnet das Haus selbst als das eigentliche Herzstück der Galerie.
Nun als Galerie 1565 neu erfunden, präsentiert der Raum Werke von 16 zeitgenössischen Künstlern, darunter Anna Mrzyglod, Xinyan Zhang und Violetta Ehnsperg. Der Name der Galerie ehrt das Jahr, in dem das Gebäude an der Schlossstraße erstmals stand.
Das Bornemann-Haus ist heute sowohl ein kulturelles Wahrzeichen als auch ein Ausstellungsort. Besucher können die restaurierten Innenräume erkunden und gleichzeitig die ausgestellten Kunstwerke bewundern. Das Projekt verbindet auf seltene Weise Denkmalschutz und zeitgenössische Kreativität in Hamburg.






