24 March 2026, 18:01

ifo-Chef Fuest warnt vor höheren Spitzensteuern und fordert Ausgabenkürzungen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für die Reichen und große Unternehmen weiter senkt."

ifo-Chef Fuest warnt vor höheren Spitzensteuern und fordert Ausgabenkürzungen

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat vor einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes in Deutschland gewarnt. Eine solche Maßnahme könnte seiner Ansicht nach das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase anhaltender Debatten über die Steuer- und Haushaltspolitik der Bundesregierung im Bundestag.

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Im vergangenen Jahr drehten sich die Diskussionen im Bundestag vor allem um Steuerreformen und Haushaltsanpassungen. Ein zentraler Streitpunkt war der Übergang vom Bürgergeld zu einem strengeren Grundsicherungssystem, das die Regierung im Dezember 2025 beschlossen hatte. Die neuen Regelungen sehen schärfere Sanktionen, niedrigere Vermögensgrenzen und gekürzte Wohnunterstützung während der Karenzzeiten vor. Kritiker, darunter die Grünen und die Gewerkschaft DGB, äußerten Ende 2025 und Anfang 2026 Bedenken.

Fuest argumentierte, dass eine Anhebung des Spitzensteuersatzes die Finanzierungsprobleme nicht lösen werde. Auch die Idee, durch eine höhere Erbschaftsteuer ausreichend Mittel für spürbare Einkommensteuersenkungen zu generieren, wies er zurück. Stattdessen forderte er die Regierung auf, zunächst die Ausgaben zu reduzieren, bevor über Steuersenkungen nachgedacht werde.

Der Ökonom verwies zudem auf die durch die Schuldenbremse bedingten Beschränkungen bei der staatlichen Kreditaufnahme. Diese gesetzliche Obergrenze begrenzt die Möglichkeiten der Regierung, neue Schulden aufzunehmen, und erhöht den Druck, Haushalte ohne übermäßige Steuererhöhungen auszugleichen.

Fuests Warnungen spiegeln die größeren Debatten über Haushaltsdisziplin und wirtschaftliche Stabilität wider. Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, Steuerpolitik und Haushaltsgrenzen in Einklang zu bringen. Änderungen beim Spitzensteuersatz oder bei den Ausgaben dürften die künftigen Haushaltsentwürfe und Reformen maßgeblich prägen.

Quelle