11 April 2026, 12:01

Iran-Krise droht Deutschlands Wirtschaft zu belasten – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsbremse

Liniengraph, der den Verbraucherpreisindex für alle städtischen Verbraucher (ohne Nahrungsmittel und Energie) und die effektive Bundesfundsrate über die Zeit zeigt, mit Jahren auf der x-Achse und der Inflationsrate auf der y-Achse.

Iran-Krise droht Deutschlands Wirtschaft zu belasten – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsbremse

Der Ökonom Jens Südekum hat gewarnt, dass die eskalierende Iran-Krise das Wirtschaftswachstum Deutschlands bremsen und die Inflation weiter anheizen könnte. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Spritpreise an deutschen Tankstellen in den letzten Monaten um etwa 20 Prozent gestiegen sind. Südekum nahm auch Stellung zum kürzlich beschlossenen staatlichen Entlastungspaket für Kraftstoffpreise und bezeichnete es als angemessene Reaktion auf die aktuelle Lage.

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Die neu eingeführten Entlastungsmaßnahmen nannte Südekum angesichts des starken Anstiegs der Spritkosten gerechtfertigt. Er betonte, dass das Ausmaß der Preiserhöhungen ein Eingreifen der Regierung rechtfertige. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Staat nicht als allgemeine Versicherung gegen alle Preisanstiege fungieren könne.

Der Wirtschaftswissenschaftler äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Folgen. Steigende Energiepreise, so seine Erklärung, könnten bald auch die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben und die Inflation verschärfen. Zwar erkannte er die Bemühungen der Regierung an, warnte jedoch, dass die langfristigen Auswirkungen der Krise noch ungewiss seien.

Auf die Frage nach möglichen weiteren Schritten verzichtete Südekum auf Spekulationen. Zwar schloss er zusätzliche Maßnahmen nicht aus, wollte sich aber nicht auf konkrete Vorschläge festlegen. Stattdessen verwies er auf das Luxemburger Modell staatlich regulierter Preisanpassungen als möglichen Ansatz, falls sich die Krise hinzieht.

Trotz des Entlastungspakets warnte Südekum davor, dass Verbraucher keinen vollständigen Schutz vor steigenden Kosten erwarten sollten. Die Aufgabe der Regierung sei es, die Belastung zu mildern – nicht jedoch, sie vollständig abzufedern.

Das Entlastungspaket für die Spritpreise wird vorerst als verhältnismäßig eingestuft. Doch Südekums Warnungen unterstreichen die anhaltenden Risiken. Sollten die Energiepreise weiter steigen, könnten zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden, um eine stärkere wirtschaftliche Belastung zu verhindern. Derzeit konzentriert sich die Regierung jedoch auf die Bewältigung der akuten Herausforderungen.

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