Krauss-Maffei revolutioniert Kunststoffproduktion mit neuem Hightech-Labor in Parsdorf
Ida LangKrauss-Maffei revolutioniert Kunststoffproduktion mit neuem Hightech-Labor in Parsdorf
Krauss-Maffei eröffnet neues Labor in Parsdorf mit Hightech-Anlage für Kunststoffkomponenten
In Parsdorf hat Krauss-Maffei ein neues Labor in Betrieb genommen, das mit der MXW 4500 ausgestattet ist – einer innovativen Maschine für die Herstellung hochwertiger Kunststoffbauteile. Das System vereint Spritzguss mit dem neu entwickelten Colorform-Verfahren, bei dem eine Polyurethan- (PUR) oder Polyharnstoff-Beschichtung (PUA) direkt im Werkzeug aufgetragen wird. Die Neuerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem weltweit strengere Umweltvorschriften für Lackierbetriebe gelten.
Die MXW 4500 ist speziell für mittelgroße und große thermoplastische Bauteile konzipiert. Sie integriert mehrere Produktionsschritte in einem Prozess: Spritzguss, PUR-Beschichtung, automatisierte Handhabung und Oberflächenbehandlung. Eine Flammstation aktiviert vor dem Auftragen der Beschichtung die Materialoberfläche, während ein Drehtisch und verbreiterte Spannplatten die Bearbeitung größerer Komponenten ermöglichen.
Zusätzlich verfügt die Anlage über die APCplus-Funktion, die für eine gleichbleibende Bauteilqualität und -gewicht sorgt, sowie über Dataxplorer für die Echtzeit-Überwachung des Prozesses. Zwei Dosiersysteme – das Rimstar Flex 8/8 und das Rimstar Compact 16/29 – steuern die präzise Applikation des Polyurethans. Später soll eine zusätzliche Entgratungszelle hinzukommen, um Angüsse von den fertigen Teilen zu entfernen.
Mit dem Colorform-Verfahren von Krauss-Maffei entfällt die Notwendigkeit separater Lackierstraßen: Die PUR- oder PUA-Schicht wird direkt während des Formgebungsprozesses aufgebracht, was Abfall und Energieverbrauch deutlich reduziert. Dies entspricht den immer strenger werdenden Vorgaben für herkömmliche Lackierverfahren.
Die MXW-4500-Anlage in Parsdorf bietet eine effiziente Lösung für die Beschichtung großer Kunststoffteile. Durch die Bündelung mehrerer Produktionsschritte in einem System werden Materialverschwendung und Energiebedarf gesenkt – eine Technologie, die Herstellern hilft, strengere Umweltstandards einzuhalten, ohne dabei an Produktivität einzubüßen.






