30 April 2026, 12:04

Landtagswahl in MV: Kampf um Verfassungsreform vor der Abstimmung

Plakat mit fettem schwarzen Text auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der besagt: "Niemand kann uns daran hindern, unser göttliches Recht auf Wahl auszuüben."

Landtagswahl in MV: Kampf um Verfassungsreform vor der Abstimmung

Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf die Landtagswahl in weniger als fünf Monaten vor

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein zentrales Thema vor der Abstimmung ist ein geplanter Verfassungszusatz, der das höchste Landesgericht vor möglicher Blockade schützen soll. Die Reform hat jedoch Uneinigkeit unter den Parteien ausgelöst – die CDU lehnt die Änderungen bisher ab.

SPD und Grüne haben einen Gesetzentwurf zur Änderung der Landesverfassung vorgelegt. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die Hürden für die Wahl von Verfassungsrichtern zu erhöhen, um reibungslosere Ernennungen zu gewährleisten. Eine frühere Fassung des Plans sah auch eine Verlängerung der Frist für die Wahl des Ministerpräsidenten vor, dieser Punkt wurde jedoch später gestrichen.

Für die Verabschiedung des Gesetzes ist eine Zweidrittelmehrheit nötig – die Unterstützung der CDU ist daher unverzichtbar. Bisher blockiert die Partei jedoch, was die Reform in Frage stellt. Der Druck zur Änderung wächst, während die rechtspopulistische AfD in Umfragen zwar an Unterstützung verloren hat – von 40 auf 34 Prozent in den letzten Monaten –, aber weiterhin stark bleibt.

Behörden befürchten, dass die AfD bei der anstehenden Wahl mehr als ein Drittel der Parlamentssitze erringen könnte. Sollte dies eintreten, könnte die Partei wichtige Entscheidungen, darunter Richterernennungen, blockieren. Der geplante Verfassungszusatz soll genau das verhindern, indem er es erschwert, die Arbeit des Verfassungsgerichts zu behindern.

Der Landtag wird bald über den Gesetzentwurf debattieren, doch sein Schicksal hängt von der Haltung der CDU ab. Ohne deren Zustimmung kann die Reform nicht vorankommen. Die Wahl in fünf Monaten wird zeigen, ob die AfD genug Einfluss gewinnt, um die Arbeit der Landesinstitutionen zu stören.

Quelle