Leipzigs neues Solarwärmekraftwerk revolutioniert die Fernwärmeversorgung
Ida LangLeipzigs neues Solarwärmekraftwerk revolutioniert die Fernwärmeversorgung
Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk geht in Leipzig in Betrieb
Dirk Panter, Wirtschaftsminister Sachsens, hat offiziell 13.200 Solarkollektoren ans Netz angeschlossen – ein wichtiger Meilenstein für Leipzigs Umstieg auf erneuerbare Fernwärme. Die Anlage erstreckt sich über 14 Hektar und erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt. Sie nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Herstellers Ritter sowie intelligente Steuerungssysteme, die den Wasserfluss je nach Sonneneinstrahlung regeln. Damit kann das Werk im Sommer bis zu ein Fünftel des Leipziger Wärmebedarfs decken.
Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 40 Millionen Euro, wobei 16 Millionen aus Bundesfördermitteln stammen. Trotz hoher Effizienz – oft über 50 Prozent, teils sogar bis zu 75 Prozent – bleibt Solarthermie in Deutschland eine Nischentechnologie. Die bundesweit installierte Leistung sank von 500 Megawatt im Jahr 2022 auf 263 Megawatt 2023 und weiter auf 154 Megawatt in diesem Jahr.
Ähnliche Anlagen sind bereits in Dresden-Räcknitz, Potsdam, Mühlhausen und Greifswald in Betrieb und speisen solar erzeugte Wärme in lokale Netze ein. Leipzigs umfassende Wärmezukunftsstrategie umfasst zudem ein „Power-to-Heat“-System sowie Pläne, Abwärme aus dem Chemiestandort Leuna in das städtische Netz zu leiten.
Das Leipziger Kraftwerk versorgt nun Haushalte mit klimaneutraler Wärme. Die moderne Technik und die große Dimension zeigen das Potenzial der Solarthermie. Doch die rückläufigen Installationszahlen im Land verdeutlichen die Herausforderungen, diese effiziente, aber noch wenig genutzte Lösung flächendeckend auszubauen.






