McDonald's verklagt: Droht dem Fast-Food-Riesen eine Greenwashing-Niederlage?
Ida LangMcDonald's verklagt: Droht dem Fast-Food-Riesen eine Greenwashing-Niederlage?
McDonald's Deutschland steht wegen irreführender Klimaneutralitäts-Versprechen vor Gericht. Die Umweltorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage gegen den Fast-Food-Konzern eingereicht und wirft dem Unternehmen vor, Verbraucher mit falschen Angaben zu täuschen. Im Mittelpunkt des Verfahrens vor dem Landgericht München I stehen Zusagen zur Reduzierung von Emissionen bis 2050.
Die DUH wirft McDonald's "dreistes Greenwashing" vor: Das Unternehmen habe "trügerische Zukunftsversprechen" gemacht, ohne belastbare Belege vorzulegen. Laut der Umweltorganisation fehlen nachprüfbare Angaben zu konkreten CO₂-Minderungsmaßnahmen, Zwischenzielen oder einer plausiblen Strategie, um Klimaneutralität tatsächlich zu erreichen. Stattdessen habe der Konzern keine substanzielle Planung vorgewiesen, um seine öffentlichen Bekundungen zu untermauern.
McDonald's Deutschland weist die Vorwürfe zurück und nennt die Kritik "befremdlich". Das Unternehmen betont, die betreffende Webseite habe lediglich informativen Charakter gehabt und sei nicht darauf ausgelegt gewesen, Kaufentscheidungen zu beeinflussen. Zudem sei die umstrittene Formulierung bereits überarbeitet worden.
Ein Sprecher von McDonald's argumentierte, die Klage bringe Verbrauchern keinen Nutzen, da die beanstandeten Inhalte nicht mehr online seien. Dennoch hält die DUH an ihrer Position fest: Die ursprünglichen Aussagen seien irreführend gewesen, und sie treibt das Verfahren weiter voran.
Der Fall unterstreicht die zunehmende Prüfung von Unternehmenszusagen zum Klimaschutz und deren Transparenz. McDonald's hat seine Online-Angaben bereits angepasst – doch nun muss das Gericht entscheiden, ob die ursprünglichen Behauptungen gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen haben. Ein Urteil könnte richtungsweisend dafür werden, wie Unternehmen künftig über ihre Umweltziele kommunizieren dürfen.






